Unterstützung durch Karl Kübel Stiftung
Schüler verschiedener Schulen haben sich auch in diesem Jahr wieder mit eigenen Beiträgen an der Sendewoche von Radio Melibokus beteiligt. Gleich mit drei abwechslungsreichen Sendungen haben sie ihr Fachwissen und ihre inhaltliche Kompetenz bewiesen.
Mit den Millennium-Entwicklungszielen hat sich die 12. Klasse der Fachoberschule der Karl Kübel Schule in Bensheim intensiv beschäftigt. In Kleingruppen hat sie im Unterricht fünf der insgesamt acht Ziele aufgegriffen und sie in ihrer Sendung am vorigen Freitag vorgestellt: "Millenniumsziele - letzte Chance für die Welt?" titelte das Programm von Radio Melibokus. Wolfgang Grün, der Religionslehrer der Klasse, konnte bereits auf Radio-Erfahrungen aus Birkenau zurückgreifen und ist bei den Aufnahmen in der Sendekabine entsprechend gelassen geblieben. Mehr Aufregung hat es da schon bei den Schülern gegeben, denn alle waren das erste Mal 'on Air'.
Die Jugendaktion der Karl Kübel Stiftung hat das Unterrichtsprojekt organisatorisch und inhaltlich begleitet: Monika Gerz, Referentin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit, stellte Unterrichtsmaterialien zusammen, besuchte die Klassen in der Schule, beriet Schüler und Lehrer und gab letzte Erfahrungs-Tipps vor der Live-Sendung.
Themenauswahl und Aufbereitung
Im abschließenden Fragebogen haben sich durchweg alle begeistert von der Möglichkeit gezeigt, Arbeitsergebnisse aus dem Unterricht als Radiosendung zu moderieren. "Präsentationen machen wir doch sonst immer - hier ist es mal etwas anderes. Ich habe mich selten so intensiv mit einem Thema befasst", so der Tenor aus der Klasse. Die eigenständige, schriftliche Erarbeitung eines sogenannten Sendefahrplans hat - ganz nebenbei - die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und ausgewogene Berichterstattung der Schülerinnen und Schüler gefördert. Für einige war es etwas ganz Neues, Musiktitel einmal nicht nur unter musikalischen, sondern auch unter inhaltlichen Aspekten auszuwählen.
Die Identifikation der Jugendlichen mit 'ihrem' Thema war enorm und für alle deutlich zu spüren. Diese Erfahrung hat auch Nils Spruth gemacht, Erdkundelehrer an der Melibokusschule in Alsbach, der bereits im letzten Jahr bei Radio Melibokus auf Sendung ging. Mit seiner Klasse 8a hat er am letzten Samstag aus aktuellem Anlass die Sendung "Melibokusschule - Klimaschutzschule" gestaltet. In der Sendung haben die Schüler ihre Ergebnisse der Unterrichtseinheit "Folgen des Klimawandels" vorgestellt. Zwar hatten die Schülerinnen und Schüler nur wenige Wochen Zeit, ihre Beiträge vorzubereiten, doch die Ergebnisse konnten sich sehen bzw. hören lassen. Auch hier wurde in Kleingruppen mit Materialien der Jugendaktion gearbeitet. Die Bandbreite der Themen reichte von Klimawandel allgemein, in der Arktis und in Deutschland über Gletscherschmelze und dem steigenden Meeresspiegel bis hin zum konkreten Beispiel Tuvalu - einer bedrohten Inselgruppe in Südostasien.
"Mabuhay - willkommen auf den Philippinen"
Die dritte Sendung hieß: "Mabuhay - willkommen auf den Philippinen" und war Teil der Magazin-Reihe "Land und Leute". Noella König und Annie Schwarz, die selbst aus den Philippinen stammen, sind für den Einsatz im Unterricht von der Jugendaktion als Multiplikatorinnen geschult worden und haben zusammen mit Monika Gerz eine Sendung über ihre alte Heimat gestaltet. Eingebunden war hier ein Beitrag der Integrierten Gesamtschule Obere Aar in Taunusstein, die, ebenfalls von der Kübel Stiftung unterstützt, Anfang des Jahres ein Schul-Radio-Projekt zu den Philippinen durchführte. Lothar Kübler, betreuender Lehrer, zeigte sich sehr angetan von der Idee, mit einem Ausschnitt der bereits produzierten Sendung nochmals in Erscheinung zu treten. "Es sind durchweg wirklich gelungene Projekte und sehr gute Beispiele dafür, wie man Schülerinnen und Schüler motivieren kann, sich auch mit komplexeren Themen auseinander zu setzen", resümiert Monika Gerz.
Lehrkräfte, die solche oder ähnliche Projekte zu Themen des Globalen Lernens planen möchten, können jederzeit Kontakt mit der Karl Kübel Stiftung aufnehmen: Monika Gerz, Tel. 06251 / 7005-42, m.gerz@kkstiftung.de.








