Schauspielerin Natalia Wörner besucht das Eltern-Kind-Zentrum Hamburg-Lohbrügge
Die bekannte Schauspielerin Natalia Wörner hat kürzlich in ihrer Eigenschaft als Botschafterin des Karl Kübel Preises 2010 das Eltern-Kind-Zentrum Hamburg-Lohbrügge (EKiZ) besucht, um die besonderen Angebote für Familien persönlich kennen zu lernen.
Das EKiZ ist Teil der Kindertagesstätte Regenbogen und gehört zur gemeinnützigen KiJu GmbH des Deutschen Roten Kreuzes Hamburg. Es ist eine von sechs Institutionen, die für den mit 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis nominiert sind; mehr als 350 Organisationen hatten sich um die Auszeichnung beworben. Die Karl Kübel Stiftung würdigt mit dem Preis beispielhaftes Engagement zugunsten von Eltern mit jungen Kindern.
Backen, Malen, Singen für Kinder unter drei
Emsig ging es in der Küche des EKiZ zu: Dort mischte sich Natalia Wörner unter die Kinder und beobachtete die unter Dreijährigen beim Kuchenbacken. Was später in die Kuchenform soll, muss erst einmal kräftig geknetet werden. Und so packten alle beherzt mit an. Gemeinsam musiziert und gemalt wurde während der Musikschule, bei der sich die Schauspielerin kurzerhand mit zu den Kindern auf den Boden setzte.
Bei der Besichtigung der Kita, die nach dem englischen Early Excellence Ansatz arbeitet, zeigte sich Natalia Wörner begeistert vom Konzept und vom Engagement des Teams. "Die Eltern-Kind-Institution, wie sie in dieser Kita besteht, trifft den Nagel auf den Kopf, ist sehr lebendig, und es wird spürbar, dass es der Leiterin Frau Dornquast ernst ist und um etwas geht", so die Schauspielerin.
Hilfen für den Alltag
Des Weiteren betonte Wörner, dass es ihr sehr gut gefalle, wie in der Einrichtung Lebens- und Orientierungshilfe gegeben wird - zum Beispiel beim Deutschkurs für Mütter, bei dem Frauen mit Migrationshintergrund in lockerer Atmosphäre lernen, im Alltag zu bestehen - zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen oder beim Briefmarkenkauf auf dem Postamt.
Nicht nur die Kinder, auch die Mütter kommen gern ins EKiZ. Viele von ihnen entkommen - durch den Besuch der Angebote und der daraus resultierenden Kontakte - der häuslichen Isolation, sie können sich austauschen und gemeinsame Dinge unternehmen. Ihre Kompetenzen und ihr Selbstbewusstsein werden gestärkt.
Nominiert weil...
Die Entscheidung über die Nominierung der Einrichtung begründet Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Karl Kübel Stiftung so: "Die Mütter bekommen hier genau das, was sie in ihrer jeweiligen Situation brauchen. Die Frauen, die ich hier heute getroffen habe, haben Kinder im Alter zwischen vier Wochen und drei Jahren; sie wurden angeregt, sich mit den Kindern beim Malen, Singen und Gedichte lernen zu beschäftigen. Das sind alles wichtige Bildungsangebote. Zudem ist das Engagement der Fachkräfte beispielhaft; sie nehmen sich Zeit und haben viel Geduld. Außerdem leistet das EKiZ eine sehr gute Netzwerkarbeit - mit seinen Partnern, den Eltern und Förderern."
Ob das EKiZ den Karl Kübel Preis gewinnen wird, bleibt abzuwarten, denn erst bei der Preisverleihung am 6. September in Berlin wird eine Delegation aus Hamburg erfahren, ob die Einrichtung zu den Preisträgern gehört. Es bleibt daher bis zuletzt spannend, wer den Preis aus den Händen der Schirmherrin, Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, entgegennehmen darf.








