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»In den letzten 300 Jahren hat die industrielle Revolution vermocht, die Lebensbasis für Milliarden Menschen zu schaffen und nun steht die Menschheit am Rande des Abgrunds, weil das Wachstum in Blindheit geschieht. Wir müssen lernen, im Wachsen fruchtbar zu werden.« (Karl Kübel)

weltwärts

weltwärts 2009/2010
Zwei der jungen Frauen zu Besuch bei einer indischen Familien während ihres Auslandsaufenthalts

Sieben Monate in Indien: eine prägende, wertvolle Zeit

Wohlbehalten, mit einem lachenden und einem weinenden Auge sind die zehn Freiwilligen der Karl Kübel Stiftung von ihrem Einsatz in Indien zurückgekehrt. Die jungen Frauen hatten im Rahmen des weltwärts-Programms sieben Monate in Zweierteams in Projekten der Stiftung in Südindien gearbeitet, gelebt und vor allem gelernt. In diesen Monaten wurde Indien für sie ein Stück Heimat und die Menschen um sie herum eine zweite Familie. Infolgedessen fiel es den Freiwilligen sehr schwer, all dies zurückzulassen. 
Genauso tränenreich
wie der Abschied in Indien war ihre Ankunft in Frankfurt, wo Freunde und Familien es nicht erwarten konnten, sie wieder in die Arme zu schließen.

Nun gilt es für die zehn Mädchen, erst einmal anzukommen, Gedanken und Erfahrungen zu sortieren und vor allem, über die sehr intensive und erlebnisreiche Zeit zu reflektieren. Dazu sollte das im Mai stattgefundene Rückkehrer-Seminar im Europäischen Jugendzentrum Reichelsheim anregen.

Denkweise und Einstellungen haben sich geändert

"Die Zeit in Indien war sicherlich nicht die leichteste in meinem Leben, doch definitiv eine sehr prägende und unheimlich wertvolle Phase, die ich auf gar keinen Fall missen will!", so berichtet eine Freiwillige. Alle zehn Frauen sind sich einig, dass der Freiwilligendienst ihre Denkweise und Einstellungen erheblich verändert hat. Es wird sich jetzt zeigen, inwieweit ihre Erfahrungen ihr Leben indirekt oder direkt beeinflussen.

Im Moment, so beschreiben es die Freiwilligen, erinnert sie noch sehr viel an Indien und immer wieder holen sie diese Erinnerungen aus ihrem jetzt wieder eingetretenen Alltagsleben in Deutschland heraus. Die "neue alte Heimat" beschreiben sie so: Luxuriös, sauber und geordnet! Es fehlen das laute Hupen, die zahlreichen Blicke, die Kühe auf der Straße und die Farbenfreude des Landes.

Zurückgekehrt nach Deutschland, wollen sich die Freiwilligen jetzt für die Menschen in ihrer zweiten Heimat Indien einsetzen. Sie möchten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen an Schulen, in Gemeinden und bei Veranstaltungen berichten und so Interesse wecken für ein Land, das ihnen so viel gegeben hat, in dem sie so viel über die Kultur, die Lebensweise und auch über sich gelernt haben. Vor allem aber sprechen sie über Begegnungen mit wunderbaren Menschen, die sie wirklich vermissen.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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