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»Hilfe zur Selbsthilfe kann nur geleistet werden, wenn man sich in erster Linie als Lernender in ein fremdes Land begibt.« (Karl Kübel)

Theorie und Praxis der Entwicklungszusammenarbeit mit Indien

Studierende HTWG-Konstanz
Studierende der HTWG-Konstanz

Studierende der HTWG-Konstanz bereiten sich auf zehntägige Studienfahrt nach Indien vor

Entwicklungszusammenarbeit mit fernen Ländern lässt sich heute nur dann legitimieren, wenn die dafür eingesetzten Steuern und Spendengelder sichtbare Wirkungen entfalten und sich die Lebensumstände der Empfänger nachweisbar und nachhaltig verbessern. Um die angestrebten Wirkungen erreichen und dokumentieren zu können, mussten neue Verfahren und Methoden der Projektplanung und -steuerung sowie der Erfolgskontrolle entwickelt und umgesetzt werden. Diese Entwicklung ist positiv, denn sie hat eine intensive und systematische Reflexion der eigenen Stärken und Schwächen initiiert und das Bewusstsein für Qualitätsverbesserung zur optimalen Zielerreichung weiter gesteigert.

Mit den daraufhin entwickelten ziel- und wirkungsorientierten Verfahren des Projektmanagements sind aber auch die Anforderungen an die Träger der Entwicklungszusammenarbeit und deren Mitarbeiter in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Vor allem von jungen Berufseinsteigern werden heute fundierte Kenntnisse im ziel- und wirkungsorientierten Projektmanagement erwartet, wenn sie sich für eine Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit interessieren.

Studienfahrt ins KKID

Studierende im Studiengang Wirtschaftssprachen Asien an der Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG-Konstanz) haben dank einer Kooperation der Hochschule mit der Karl Kübel Stiftung die Möglichkeit, sich mit den Grundlagen des Projektmanagements in der Entwicklungszusammenarbeit in Theorie und Praxis vertraut zu machen. In einem Vorbereitungsseminar im Wintersemester 2009/2010 unter der Leitung von Prof. Dr. Beate Bergé und Prof. Dr. Helmut Weber erarbeiten sich die Studierenden zunächst das Grundlagenwissen über die Rahmenbedingungen und Herausforderung der Entwicklungszusammenarbeit mit Indien.

Am 13. Dezember konnten die Studierenden in einem eintägigen Workshop erste angewandte Erfahrungen mit ausgewählten Tools des Projektmanagements sammeln. Moderiert wurde der Workshop von Dr. Michael Holländer von der Stiftung. Am Ende der Veranstaltung stand ein gemeinsam entwickelter, exemplarischer Entwurf für ein Projekt "Nachhaltiger Ressourcenschutz und Sicherung der Ernährung ländlicher Haushalte in Indien".
Mitte Februar 2010 werden die Studierenden zum Abschluss des Semesters im Rahmen einer zehntägigen Studienfahrt am südindischen Karl Kübel Institute for Development Education (KKID) in Coimbatore, Tamil Nadu, die Möglichkeit haben, die erarbeitete Theorie mit der Praxis zu vergleichen. Vor Ort stehen dafür sowohl Projektbesuche als auch Diskussionen mit indischen Entwicklungshilfe-Organisationen und Empfängern der Hilfe auf dem Programm.


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