Newsletter 6/2009

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem letzten Newsletter in diesem Jahr informiert Sie die Karl Kübel Stiftung noch einmal über ihre Aktivitäten in den vergangenen Wochen. Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen verbinden wir den aufrichtigen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit und wünschen Ihnen einen guten Start in das kommende Jahr.

Ihre Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

DZI Spendensiegel

Aus dem Inhalt

Die Stiftung

Stiftung erneut mit dem DZI Spenden-Siegel ausgezeichnet

Die Karl Kübel Stiftung ist förderungswürdig, die Informationen über die Arbeit "sind wahr, eindeutig und sachlich", heisst es im aktuellen Prüfbericht des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI). Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben der Stiftung sind nach DZI-Maßstäben niedrig, das heißt sie liegen mit 6,14 Prozent deutlich unter den vom DZI angegebenen und als niedrig definierten 10 Prozent. Damit wird die Stiftungsarbeit im In- und Ausland zum wiederholten Mal positiv gewürdigt. Besonders in einem immer unübersichtlicher werdenden Spendenmarkt wird mit dem Deutschen Spendensiegel ein Zeichen der Vertrauenswürdigkeit gesetzt.

Lobende Worte vom Hessischen Ministerpräsidenten
Am 3. Hessischen Stiftungstag am 17. November in Wiesbaden war auch die Karl Kübel Stiftung beteiligt. Rund 120 Stiftungen aus dem gesamten Bundesland nahmen an der Veranstaltung im Wiesbadener Kurhaus teil. Auf seinem Rundgang besuchte Ministerpräsident Roland Koch die Informationsstände der Karl Kübel Stiftung und des Südhessischen Stiftungsnetzwerks, bei dem die Stiftung ebenfalls mitarbeitet. Am Stiftungsstand sagte Koch: "Härtefonds, Familientag, Tsunami-Fluthilfe und viele weitere wichtige Projekte für Familien - wir in Hessen wissen, was wir an der Karl Kübel Stiftung haben und sind dankbar dafür."

Grüne Landespolitikerin besucht Karl Kübel Stiftung
Ende November besuchte die Hessische Landtagsabgeordnete Ursula Hammann die Stiftung. Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs stand für die Politikerin die Frage, wie die Stiftung ihren Auftrag des präventiven Handelns, die Konzeption der Hilfe zur Selbsthilfe und die Vermittlung der Werte, die das Wirken Karl Kübels gekennzeichnet haben, realisiert. Vorstandsmitglied Ralf Tepel stellte der Sprecherin für Umwelt, Energie, Naturschutz und Tierschutz der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen diese Aspekte an verschiedenen Projekten vor.

Ursula Hammann und Ralf Tepel

Ursula Hammann (li.) und Ralf Tepel

Aus den Bildungsinstituten

Odenwald-Institut

Gottes schöne Sprachen persönlich erfahren

Seminarreihe zu sechs großen Weltreligionen
Wald-Michelbach. Wer eine Religion erspüren will, muss sie von innen erfahren. Davon ist der Theologe, Philosoph und Publizist Christoph Quarch überzeugt. In der von ihm konzipierten Seminarreihe "Gottes schöne Sprachen - Innenansichten der Religionen" können Interessierte ab März 2010 im Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung sechs große religiöse Traditionen intensiv kennen lernen. Nicht die Vermittlung von Wissen steht im Vordergrund, sondern das Hineinspüren in die Spiritualität von Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum und Schamanismus.

In den als Einzelseminare gestalteten Wochenenden möchte das Institut interreligiöse Begegnung ermöglichen. Jedes Seminarwochenende kann einzeln gebucht werden. Informationen gibt es unter Telefon 06207 605-0 oder www.odenwaldinstitut.de.

Odenwald-Institut

Karl Kübel Institut

10 Jahre KKID

Am 12. Dezember feierte das Karl Kübel Institute for Development Education (KKID) sein 10-jähriges Bestehen. Seit 1999 finden in dem südindischen Bildungsinstitut der Stiftung im Bundesstaat Tamil Nadu regelmäßig Workshops und Tagungen mit spezifischen Angeboten für Basisorganisationen und Multiplikatoren und Beteiligte der Entwicklungszusammenarbeit statt.
Die renommierte Einrichtung bietet eine moderne Lerninfrastruktur, eine Meditationshalle sowie Sport- und Freizeitangebote. Bis zu 100 Teilnehmer können untergebracht und von der Küche versorgt werden. Die außergewöhnliche und ruhige Lage am Fuße der Nilgiri Berge sowie das schöne Gelände werden von Workshop-Teilnehmern immer wieder gelobt.

In den Veranstaltungen wird ein weites Spektrum von Themen behandelt. Dazu zählen Kinderrechte, wirkungsorientierte Projektplanung und Steuerung, Einführung in Buchhaltung und Themen aus den Bereichen Kommunikationskompetenz und Persönlichkeitsentwicklung. Das Bildungsangebot umfasst festgelegte und offene Programme, wobei sich an den Bedarfen von Organisationen und Unternehmen orientiert wird. Im Jahr 2008 haben 7.212 Teilnehmer aus 371 unterschiedlichen Organisationen an insgesamt 227 Veranstaltungen teilgenommen.

Jetzt für Fortbildung im KKID anmelden
Das Thema des dreitägigen Workshops vom 8. bis 10. März 2010 ist Advanced Training on "Impact Oriented Project Planning and Monitoring". Die Fortbildung richtet sich an Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die bereits mit "Logframes" vertraut sind und sich insbesondere mit Fragen zur Wirkungsbeobachtung beschäftigen möchten. Der Workshop findet in englischer Sprache statt und wird von einem international erfahrenen Trainer geleitet. Die Kosten betragen 325 Euro (21.500 Rupien) pro Person inklusive Verpflegung, Unterkunft, Trainingsunterlagen und Transfer vom Bahnhof/Flughafen Coimbatore zum Institut.
www.kkid.org

KKID

Felsenweg-Institut

Dresden spielt mit 1500 Besuchern
Am 7. und 8. November konnten spielbegeisterte Dresdner nach Herzenslust ihrem Hobby nachgehen. FamilyGames, der spielpädagogische Bereich des Felsenweg-Instituts der Karl Kübel Stiftung, gestaltete die Veranstaltung "Dresden spielt", bei der Besucher alte und neue Brettspiele ausprobieren konnten.

Sächsische Landesfachtagung "Eine Chance für Kinder - Von Anfang an"
Halbzeit für das Landesprojekt "Netzwerke für Kinderschutz - Pro Kind Sachsen": Seit zwei Jahren vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördert, werden in vier sächsischen Modellregionen unter der Leitung des Felsenweg-Instituts und mit wissenschaftlicher Begleitung  Kinderschutznetzwerke aufgebaut. Zusätzlich wird das Frühpräventionsangebot "Pro Kind" in den vier Modellregionen und drei Aufnahmeorten erprobt und umgesetzt. Über 200 Teilnehmer diskutierten auf der dritten Landesfachtagung am 6. Oktober in Dresden über Präventionsangebote und Frühe Hilfen im Kinderschutz. Neben Fachvorträgen, die die Thematik aus unterschiedlichen, teilweise neuen, Perspektiven beleuchteten, stand der interdisziplinäre Austausch in Fachforen im Mittelpunkt. Als Referenten beteiligten sich u. a. Prof. Dr. Manfred Cierpka (Universitätsklinikum Heidelberg), Dr. Thomas Meysen (DIJuF Heidelberg) und PD Dr. Peter Lutz (Leibnitz Universität Hannover).
Weitere Infos unter www.netzwerke-fuer-kinderschutz-sachsen.de

Erstmals Spielegrafik-Preis Graf Ludo vergeben
"Nicht zu fassen" (Zoch Verlag) und "Bonnie and Clyde" (Abacusspiele Verlag) sind die schönsten Spiele des Jahres. Auf Deutschlands besucherstärkster Freizeitmesse, der modell-hobby-spiel in Leipzig, wurden am 2. Oktober die beiden Spiele mit dem erstmals ausgelobten Spielgrafikpreis Graf Ludo geehrt. Die Auszeichnung wird gemeinsam von der Karl Kübel Stiftung und der Leipziger Messe verliehen und ist mit je 1.000 Euro dotiert. Schirmherr des Preises ist Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).
Mit dem Preis werden Brettspiele ausgezeichnet, die aufgrund ihrer äußeren Gestaltung neue Akzente setzen. Hierzu zählen neben der Spieleschachtel auch die Anleitung sowie alle im Spiel einsetzbaren Figuren und Karten. mehr
www.felsenweginstitut.de

Dresden spielt

"Dresden spielt"

Inlandsarbeit

Prominenter Botschafter für den Karl Kübel Preis

Hans-Werner Meyer engagiert sich als Botschafter für den Karl Kübel Preis der Stiftung, der im kommenden September für familienorientiertes Engagement vergeben wird. Der erfolgreiche Schauspieler ist Vater zweier Jungs; ihm liegen die Förderung von Kindern in den ersten Lebensjahren und die Stärkung der Rolle der Väter am Herzen. Kürzlich hat er sein erstes Buch veröffentlicht: "Durchs wilde Kindestan - Zwischen Windeln und Wahnsinn" lautet der Titel. Auf humorvolle Weise, im Stil eines Abenteuerromans für die Väter von heute schildert Hans-Werner Meyer die Rolle seines Lebens - die des Vaters.

"Am Anfang des Lebens werden bereits weitreichende Entscheidungen für das neu geborene Kind getroffen. Es gibt deshalb keinen wichtigeren Zeitpunkt für eine Förderung als den Anfang des Lebens, damit diese Entscheidungen dem Kind später nützen statt schaden", begründet  Meyer sein Engagement.
Hans-Werner Meyer ist bekannt aus zahlreichen Kino-, TV- und Theaterproduktionen, so zum Beispiel aus dem Zweiteiler "Eine einzige Tablette" über den Contergan-Skandal und dem Wende-Zweiteiler "Wir sind das Volk", für den es den Deutschen Fernsehpreis gab. Meyer spielte in mehr als 90 Filmen, darunter etliche Folgen der Krimiserie "Die Cleveren", für deren Titelrolle des Kriminalpsychologen Dominik Born er im Jahr 2000 den Bayerischen Fernsehpreis erhielt.

Bild: Hans-Werner Meyer

Bild: Hans-Werner Meyer

Märchensammlung als Weihnachtsgeschenk

Wiesbaden - Allen hessischen Kindertageseinrichtungen schenkt die Karl Kübel Stiftung mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst jeweils ein Exemplar des Buchs "Meine erste Märchensammlung von den Brüdern Grimm und anderen: Für Kinder neu erzählt" von Ilse Bintig und Eva Czerwenka. "Mit der gemeinsamen Weihnachtsgeschenk-Aktion des Ministeriums und der Karl Kübel Stiftung wollen wir die Entwicklung von kultureller Kompetenz und das Interesse am geschriebenen Wort bei den Kindern anregen und begleiten", sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann beim gemeinsamen Start der Aktion mit Daniela Kobelt Neuhaus vom Stiftungsvorstand in Wiesbaden. "Das Buch ist in der Liste der Stiftung Lesen als Literaturempfehlung ausgewiesen. Es eröffnet die Chance, dass sich die Kinder intensiv mit der Märchenwelt von Jacob und Wilhelm Grimm beschäftigen." mehr

Märchensammlung als Weihnachtsgeschenk

Daniela Kobelt Neuhaus (li.) und Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann

Kindertagespflege-Modellprojekt in Hessen

Zwei Jahre nach dem Start stellten das Hessische Familienministerium und die Karl Kübel Stiftung am 3. Dezember in Wiesbaden die Ergebnisse des Projekts "Kindertagespflege - Qualität und Professionalität durch Kontinuität und sichernde Rahmenbedingungen" vor. "Wir meinen es ernst mit dem Ausbau der Kindertagespflege in Hessen - denn wir wollen die Familien in Hessen stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern", sagte Jürgen Banzer, Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, bei der Abschlussveranstaltung.
Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Stiftung lobte das Engagement und die Erfolge der Beteiligten: "An den Pilotstandorten sind viele Herausforderungen erfolgreich gemeistert worden, um die Kindertagespflege umfassend zu fördern und auszubauen."

Das Pilotprojekt diente dazu, sichere Rahmenbedingungen für die in der Kindertagespflege Tätigen zu schaffen und Familien und ihre Kinder durch verlässliche Strukturen zu unterstützen. Kommunen wurden neue Strategien beim Aus- und Aufbau von Strukturen im Betreuungsbereich aufgezeigt.
Bei der Wahl der Pilotstandorte war bewusst auf unterschiedliche Rahmenbedingungen geachtet worden; dadurch sollen sich die erreichten Ergebnisse besser auf möglichst viele weitere Träger von Kindertagespflege übertragen lassen. Mehr über die Projekte und deren Standorte lesen Sie hier!

Abschluss Kindertagespflege, 3.12.2009

Vertreterinnen der Modellstandorte, Hessens Familienminister Jürgen Banzer (r.) und Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung (2.v.r.)

Ein Lichtermeer für Kinder und Eltern

"1 Million Sterne - damit Kinder leben", lautete die Solidaritätsaktion der Caritasverbände im Bistum Mainz, die am 13. und 14. November bundesweit in zahlreichen Städten und Gemeinden organisiert wurde. Mit einem Lichtermeer von Kerzen wollte die Caritas ein Signal setzen und die Menschen darauf aufmerksam machen, welche menschlichen Schicksale sich zum Teil direkt vor ihren Augen abspielen.  
Auch auf dem Bensheimer Marktplatz brannten Hunderte Kerzen - jede Kerze stand dabei für ein Kind, das in Bensheim in schwierigen Lebensverhältnissen lebt. Die Kerzen finanzierten sich durch den Verkauf von Streichholzbriefchen zu drei Euro. Je ein Euro wurde dabei für den Kauf der Kerzen, für das Jubiläumsprojekt 'Drop In, Schau rein, Gel buraya' der Karl Kübel Stiftung und für das Straßenkinderprojekt von Caritas International in Brasilien aufgebracht.
1 Millio Sterne - damit Kinder leben

Entwicklungszusammenarbeit

Zehntklässler meistern Herausforderung Radio mit Bravour

"Die Millenniumsziele der UNO: Wunsch oder Wirklichkeit?" war der Titel einer Sendung, die Schülerinnen und Schüler im November bei Veranstaltungsradio Melibokus eine Stunde lang live gestaltet hatten. Bei dem von der Jugendaktion der Stiftung initiierten Unterrichtsprojekt konnten Zehntklässler der Alsbacher Melibokusschule das Wissen anwenden, das sie sich zuvor im Ethikunterricht angeeignet hatten.
Seit Wochen waren die Millennium-Entwicklungsziele Thema im Unterricht gewesen; die Jugendlichen widmeten sich in Gruppenarbeit je einem Ziel - zum Beispiel der Gleichstellung der Geschlechter oder der Senkung der Kindersterblichkeit bis 2015. Sie recherchierten im Internet und trugen den aktuellen Stand und den bisherigen Fortschritt der Ziele zusammen. In der Sendung berichteten sie über die Ziele und ihre Entwicklung. Fast alle gelangten dabei zum gleichen ernüchternden Resümee: Auf Basis ihrer Recherchen glauben sie nicht, dass die Ziele bis 2015 erreicht werden können. mehr
Sendung Radio Melibokus

Über 30.000 Menschen in Indien haben gespendet - Karl Kübel Kindergarten im südindischen Dorf Panapalli feierlich eröffnet

Im Beisein einer Delegation des Stiftungsrats der Karl Kübel Stiftung unter der Leitung des Stiftungsratsvorsitzenden Matthias Wilkes wurde der Karl Kübel Kindergarten in Panapalli eröffnet, einem kleinen, abgelegenen und ausschließlich von Ureinwohnern bewohnten Dorf in Südindien.
 
Diesem Kindergarten, der den Kindern im Dorf als erste Anlaufstelle und Einstieg in die Schulbildung dienen wird, liegt eine besondere Konzeption zugrunde. Die Karl Kübel Stiftung hatte zum 100. Geburtsjubiläum des Stifters Menschen in Indien, die in der Vergangenheit durch Projekte der Stiftung unterstützt worden waren, aufgerufen, nach dem Prinzip des solidarischen Teilens mit den Bedürftigen selbst einen kleinen Teil zur Finanzierung dieses Jubiläumsprojekts beizutragen. Der Erfolg des wohl einmaligen Ansatzes war überwältigend. Neben Spenden aus Deutschland kamen in Indien knapp 400.000 Rupien (ca. 6.000 Euro) zusammen, die von insgesamt 30.500 Menschen gespendet wurden. Frauenvereine, ehemalige Kinderarbeiter und Kleinbauern spendeten kleine Beträge, um den Kindern von Panapalli einen Kindergarten zu bauen und damit den Einstieg in das formale Bildungssystem zu sichern. mehr

Einweihung 3K-Kindergarten

Karl Kübel Schule spendet 800 Euro

Elftklässler der Bensheimer Karl Kübel Schule haben je 400 Euro für zwei Jubiläumsprojekte der Stiftung gespendet: in Deutschland für eine Anlaufstelle für Eltern und ihre Kinder, in den Philippinen für ein Projekt zur Vorschulerziehung marginalisierter Kinder.
Anlässlich des 100. Geburtstags Karl Kübels beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse mit dem Namensgeber ihrer Schule, der von ihm gegründeten Stiftung und mit den zum Jubiläum initiierten Projekten der Stiftung. In dem Zusammenhang wurde über die Themen Armut und Reichtum sowie Globalisierung gesprochen. Die jungen Leute waren überzeugt vom Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe und schnell entschlossen, beide Vorhaben zu unterstützen. Mit Sammelbüchsen ausgestattet, zogen die Jugendlichen von Klasse zu Klasse, stellten die Projekte vor und trugen die stolze Summe von 800 Euro ein.
Die Jubiläumsprojekte im Überblick

Spende KKSchule

Die Klasse 11W3 der Karl Kübel Schule

Vorstandsmitglied trifft Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus

Bei einer Veranstaltung des Bundesverbands Deutscher Stiftungen aus Anlass des 20. Jahrestags des Mauerfalls in Berlin hat Stiftungsvorstandsmitglied Ralf Tepel den Nobelpreisträger Muhammad Yunus getroffen. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs stand das von Yunus entwickelte und in Bangladesch weit verbreitete Mikrofinanz-Modell, das Millionen von Frauen auf Basis eigener Ersparnisse den Zugang zu fairen Krediten ermöglich hat. Mit großem Erfolg praktiziert die Stiftung diesen Ansatz auch in ihren Entwicklungsprojekten in Indien und den Philippinen.
 
15 bis 20 Frauen organisieren sich dabei in Gruppen und werden zunächst zur Ansparung von kleinen, regelmäßigen Spareinlagen motiviert. Dadurch wird ein Grundstock an Kapital geschaffen, der als Kredit an einzelne Gruppenmitglieder vergeben wird und mit dem kleine Unternehmungen finanziert werden. Zum Erfolg der Mikrofinanz-Projekte trägt auch die Tatsache bei, dass die Frauengruppen erstmals ein Forum bieten, in dem sie sich über familiäre und gesundheitliche Probleme austauschen können. Durch gezielte Bildungsarbeit werden sie ermutigt, sich in der Familie und in der Gesellschaft Gehör zu verschaffen.

Neben dem Erfolgsaustausch ging es auch um Risiken. Ralf Tepel wies darauf hin, dass viele Banken und Versicherungen die gut organisierten Frauengruppen als Markt für ihre Kredite und Versicherungen entdeckt haben. Es bestehe die Gefahr, dass sich Frauen durch die zahlreichen Angebote der Banken überschulden. Yunus teilte diese Ansicht und machte deutlich, dass hier die Verantwortung des Bankensektors gefordert sei. Insgesamt plädierte der Wirtschaftswissenschaftler für die Förderung so genannter "Social Businesses" - Geschäftsmodelle, die einzig die Beseitigung von Missständen durch kommerzielle, aber nicht profitorientierte Angebote im Blick haben. mehr

Karl Kübel Stiftung trifft Muhammad Yunus (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen)

Ralf Tepel (li.), Professor Muhammad Yunus (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen)

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