»In den letzten 300 Jahren hat die industrielle Revolution vermocht, die Lebensbasis für Milliarden Menschen zu schaffen und nun steht die Menschheit am Rande des Abgrunds, weil das Wachstum in Blindheit geschieht. Wir müssen lernen, im Wachsen fruchtbar zu werden.« (Karl Kübel)

60 Minuten live auf Sendung

Sendung Radio Melibokus
v.l.n.r.: Florian, Matthäus und Sven, Zehntklässler der Melibokusschule in Alsbach

Zehntklässler meistern Herausforderung Radio mit Bravour

"Die Millenniumsziele der UNO: Wunsch oder Wirklichkeit?" war Titel der Sendung, die Schülerinnen und Schüler am vergangenen Freitag (13.11.) bei Veranstaltungsradio Melibokus eine Stunde lang live gestaltet hatten. Das von der Jugendaktion der Karl Kübel Stiftung initiierte Unterrichtsprojekt gab den Zehntklässlern der Alsbacher Melibokusschule die Möglichkeit, ihr in den vergangenen Wochen im Ethikunterricht angeeignetes Wissen im Rahmen der Sendereihe "Das macht Schule" zu präsentieren.

Seit September waren die Millennium-Entwicklungsziele Thema im Unterricht von Ethiklehrer Nils Spruth. Die Jugendlichen teilten sich in acht Gruppen auf, von der jede ein Entwicklungsziel behandelte - zum Beispiel die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frauen oder die Senkung der Kindersterblichkeit bis 2015. Die Zehntklässler recherchierten im Internet und trugen den aktuellen Stand und den bisherigen Fortschritt der Ziele zusammen. Monika Gerz, Referentin der Karl Kübel Stiftung, gestaltete das Projekt inhaltlich.

Kopfhörer auf, Soundcheck, letzte Absprachen und Ruhe bitte!

Pünktlich um 10 Uhr ging es los. Sechs Minuten hatte jede Gruppe für ihren Beitrag Zeit - sechs Minuten, die ziemlich lang sein können, wenn es heißt, sie mit Inhalt zu füllen. Zwar wurde vorher alles geprobt und mehrmals durchgesprochen, aufgeregtes Getuschel, zitternde Hände und nervöses Nägelknabbern zeugten jedoch von der Aufregung direkt vor der Livesendung. Als kleine Belohnung für die Anspannung durfte jede Gruppe am Ende ihres Beitrags einen Song auswählen.

In der Sendung berichteten die Jugendlichen über die Ziele und ihre Entwicklung. Sie versuchten, Erklärungen für den jeweiligen Trend zu geben und schlossen ihren Beitrag mit einer eigenen Stellungnahme. Das ernüchternde Resümee fast aller Schüler: Bei dem von ihnen recherchierten Stand glauben sie nicht, dass die Ziele bis 2015 erreicht werden können. Florian, Matthäus und Sven fassten zum ersten Millenniumsziel, der Halbierung der weltweiten Armut bis 2015, zusammen: "Wir denken nicht, dass dieses Ziel erreicht werden kann, denn wenn man die Zahlen betrachtet, fällt auf, dass es sogar einen Anstieg der Menschen gibt, die an Hunger leiden."

Um 11 Uhr war alles geschafft; Lehrer und Referentin blickten in glückliche Jungen- und Mädchengesichter. Gerz und Spruth zeigten sich beeindruckt von der Leistung der Schüler. "Das war für alle Beteiligten schon eine echte  Herausforderung, solch ein komplexes Thema in dieser Art zu bearbeiten", fasste die Referentin zusammen. Spruth war erfreut von der gelungenen Kooperation zwischen Melibokusschule und Stiftung und freut sich auf ein nächstes gemeinsames Projekt.


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