Im Rahmen des Bildungsprojekts '8geben auf die Eine Welt' bilden die Philippinen derzeit den thematischen Schwerpunkt der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit (Jugendaktion) der Karl Kübel Stiftung.
Die Jugendaktion kooperiert häufig mit Schulen in der Region Hessen / Bergstraße, vermittelt Referenten und bietet Unterrichtsbesuche an. Kürzlich kamen 20 aus den Philippinen stammende, mittlerweile in Deutschland lebende Interessierte in die Stiftung, um auf den Einsatz im Schulunterricht vorbereitet zu werden. Der Kontakt kam über deutsch-philippinische Freundschaftsvereine zustande.
Die Workshop-Teilnehmer aus den verschiedensten Berufsgruppen - unter ihnen eine Krankenschwester, ein Sozialarbeiter, eine Ärztin und eine Köchin - waren zuvor von Monika Gerz, Referentin der Jugendaktion, angefragt worden, ob sie als Gesprächspartner - oder so genannte 'Multiplikatoren' - gemeinsam mit ihr Schulen besuchen möchten, um Schülern die Philippinen näher zu bringen.
Kostenlose Vermittlung der 'Multiplikatoren'
Die Teilnehmer tauschten sich aus und sammelten Vorschläge für Themen zukünftiger Unterrichtsbesuche. Eine Idee war, die aktuelle Diskussion über den Klimawandel durch die Teilnahme eines philippinischen Gesprächspartners zu bereichern. Hintergrund ist, dass die Inselgruppe von den Auswirkungen wesentlich schneller betroffen ist als andere Regionen der Welt. Weitere geeignete Themen können 'Lebensstandard', 'Armut', 'Kinderarbeit' oder 'Müll' sein. Eine andere Möglichkeit der Unterrichtsgestaltung besteht darin, für ein Klassenfest gemeinsam philippinisch zu kochen.
Die 'Multiplikatoren' freuen sich auf Anfragen; sie sind in der Lage, in Deutsch oder Englisch über ihr Heimatland zu berichten und auf Fragen der Schüler zu antworten. Sie werden von der Karl Kübel Stiftung kostenlos vermittelt und von Monika Gerz begleitet. Ergänzende Unterrichtsmaterialien beispielsweise für die Fächer Erdkunde, Sozialkunde, Politik und Wirtschaft, Religion oder Ethik können ebenfalls kostenlos bei der Stiftung ausgeliehen werden.
"Es wäre doch toll, wenn junge Menschen in Deutschland mehr über die Philippinen und die unterschiedlichen Lebensbedingungen der Jugendlichen dort erfahren könnten", erklärte eine Teilnehmerin am Ende des Workshops.








