Jährlich 50.000 Euro als Preisgeld für familienorientiertes Engagement in Deutschland: die Neuauflage des Karl Kübel Preises / größte Auszeichnung für Engagement im Bereich 'Frühe Kindheit' im deutschen Stiftungswesen
Karl Kübel Preis 2010: Jetzt bewerben!Bensheim. "Wir nehmen den 100sten Geburtstag des Stifters und Unternehmers Karl Kübel zum Anlass, den Karl Kübel Preis wieder ins Leben zu rufen. Der Preis wird ab 2010 jährlich von der Karl Kübel Stiftung verliehen und mit 50.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung wenden wir uns an Organisationen und Initiativen, die sich beispielhaft und nachhaltig für die Belange von Familie engagieren.
Ausgezeichnet werden sollen vor allem Aktivitäten mit Modellcharakter, die in die Zukunft weisen." Mit diesen Worten hat der Stiftungsratsvorsitzende der Karl Kübel Stiftung, Matthias Wilkes, am 6. September in Bensheim ein neues Kapitel in der Würdigung des familienorientierten Engagements in Deutschland eröffnet. Wilkes erklärte weiter: "Der neue Karl Kübel Preis soll dazu beitragen, dass die präventive Hilfe zur Selbsthilfe besonders für Eltern mit ganz jungen Kindern weiter an Bedeutung gewinnt. Verbreitungswürdige und bewährte Ansätze und Projekte sollen durch den Preis ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden und anderen Institutionen als Vorbild dienen." Der Karl Kübel Preis werde künftig unter dem Obermotto "Macht uns stark" stehen und in jedem Jahr wechselnde Schwerpunktthemen aufgreifen - die erste Preisverleihung werde vor allem die Entwicklung von unterstützenden Netzwerken für Eltern und jüngste Kinder auszeichnen, die Eltern und Kinder befähigen, ihr Leben erfolgreich zu meistern.
Öffentliche Ausschreibung Ende September
Die Bekanntgabe ist auf dem Festakt zum 100. Geburtstag des Unternehmers und Stifters Karl Kübel (1909-2006) vor zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland erfolgt, darunter die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul und der Hessische Familienminister Jürgen Banzer. Mit der Auszeichnung knüpft die Karl Kübel Stiftung an den gleichnamigen Preis an, den sie zwischen 1991 und 1999 verliehen hatte. "Nach einer Dekade mit vielfältigen anderen Arbeitsschwerpunkten ist das 100. Geburtsjubiläum des Stifters für die Stiftung ein Anlass, durch die bislang höchstdotierte Auszeichnung im Bereich Frühe Kindheit das Engagement von Organisationen und Initiativen anzuspornen", erklärte das zuständige Stiftungsvorstandsmitglied Daniela Kobelt Neuhaus.
Die Auszeichnung sei in den letzten Monaten grundlegend neu konzipiert worden - dennoch greife sie das ursprüngliche Grundanliegen der Stiftung auf: Eltern zu unterstützen und die Entwicklung ihrer Kinder in den ersten Lebensjahren auf vielfältige Weise zu fördern, damit eine solide Basis für die Eltern-Kind-Beziehung und das spätere Leben als Individuum und in der Gemeinschaft geschaffen wird.
Die öffentliche Ausschreibung des Karl Kübel Preises erfolgt im Oktober und wird u. a. auf der Stiftungshomepage abrufbar sein. Zur Bewerbung aufgerufen sind Initiativen und Organisationen, die sich besonders effektiv und nachhaltig in der Förderung von kleinen Kindern, in der Gestaltung von Eltern-Kind-Beziehungen in den ersten Lebensjahren des Nachwuchses oder für die Förderung junger Familien in belasteten Lebenssituationen engagieren. Die erste Preisverleihung wird sich an bis zu drei Organisationen richten und 6. September 2010 im Französischen Dom zu Berlin erfolgen.
Karl Kübel Preis als Höhepunkt des Stifter-Gedenkjahres
Die Auslobung des Karl Kübel Preises stellt den Höhepunkt einer Reihe besonderer Aktivitäten dar, mit denen die Stiftung an das 100. Geburtsjubiläum ihres Gründers erinnert. Weitere Meilensteine sind die drei Jubiläums-Spendenprojekte der Stiftung, die kürzlich ins Leben gerufen worden sind:
In Bensheim wird an der Kindertagesstätte der evangelischen Stephanus-gemeinde am 10. September eine Anlaufstelle ('Drop In') für Eltern mit Kindern eingerichtet - als Kommunikationsort und offener Treff, an dem familiäre Interessen aufgegriffen und unterstützt werden können.
In Indien, dem Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Karl Kübel Stiftung, wird ein '3K - Karl Kübel Kindergarten' gegründet. Im Dorf Panapalli in Südindien wird der Kindergarten komplett eingerichtet und ausgestattet. Ein Schwerpunkt der neu geschaffenen Einrichtung wird darin bestehen, Kindern den Zugang zu Bildung zu verschaffen, um ihnen so eine bestmögliche individuelle Entwicklung zu ermöglichen.
In den Philippinen wird ein Projekt zur Vorschulerziehung benachteiligter Kinder gestartet: 122 Vorschüler aus der Region Aguasan del Sur kommen in Genuss von qualitativ hochwertiger früher Bildung und erhalten damit das Rüstzeug für den Besuch der Grundschule.
Erst wenige Tage vor dem Neustart des Karl Kübel Preises hatte die Karl Kübel Stiftung die Biografie ihres Stifters vorgestellt und damit erstmals einen umfassenden Einblick in das Leben und Werk des sozial engagierten Unternehmers Karl Kübel geboten; mit seinen 3K-Möbelwerken hatte Kübel von der Nachkriegszeit bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts zu den führenden europäischen Möbelunternehmern gehört. Sein jahrzehntelanges Engagement zugunsten bedürftiger Familien im In- und Ausland ging auf sein Lebensmotto "Womit kann ich dienen?" zurück und führte 1972 zur Gründung der nach ihm benannten Stiftung für Kind und Familie mit Sitz im hessischen Bensheim. Die Karl Kübel Stiftung hat rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt heute über ein Vermögen von 109 Millionen Euro; im vergangenen Jahr hat sie 8,7 Millionen Euro in gemeinnützige Projekte investiert.











