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»In den letzten 300 Jahren hat die industrielle Revolution vermocht, die Lebensbasis für Milliarden Menschen zu schaffen und nun steht die Menschheit am Rande des Abgrunds, weil das Wachstum in Blindheit geschieht. Wir müssen lernen, im Wachsen fruchtbar zu werden.« (Karl Kübel)

"Womit kann ich dienen?" – Biografie des Unternehmers und Stifters Karl Kübel vorgestellt

Freuen sich, dass die Biografie Karl Kübels pünktlich zu dessen 100. Geburtsjubiläum vorliegt: Landrat Matthias Wilkes als Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung, Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Stiftung, Dr. Eva Bambach-Horst als eine der beiden Autorinnen und Norbert Schmitt, der die Biografie gestaltet hat (v.l.n.r.).

Infos

Die Biografie "Womit kann ich dienen? Der Unternehmer und Stifter Karl Kübel" ist ab 6. September im Buchhandel erhältlich (Verlag Karl Kübel Stiftung, ISBN 978-3-9808125-3-5, Preis 14,90 Euro).

Wilkes: "Beispiel von erfolgreichem Unternehmertum mit sozialer Verantwortung ist von ungebrochener Aktualität"

Bensheim. Pünktlich zum 100. Geburtsjubiläum Karl Kübels am 6. September 2009 ist jetzt die Biografie des Unternehmers und Stifters veröffentlicht worden. Landrat Matthias Wilkes, der Stiftungsratsvorsitzende der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, hat das gut 250 Seiten umfassende Werk am 1. September am Sitz der Stiftung im hessischen Bensheim der Öffentlichkeit vorgestellt.

Für die Verantwortlichen der Karl Kübel Stiftung stellt die Herausgabe der Biografie einen der Höhepunkte des laufenden Jubiläumsjahres dar, mit denen die Stiftung an ihren im Jahr 2006 verstorbenen Gründer erinnert.
Ihr Stiftungsratsvorsitzender freut sich, dass nun zum ersten Mal ein vollständiger und übersichtlicher Blick auf das Leben und Werk Karl Kübels vorliegt. "Die Biografie ist zum einen für unsere Identität als Stiftung von großer Bedeutung, indem sie uns vor Augen führt, welche Vision Karl Kübel mit seinem gemeinnützigen Engagement verfolgte und welche Aufgaben er uns mit auf den Weg gegeben hat", erklärt Wilkes. "Andererseits werden auch viele Fragen beantwortet, die uns von Seiten der Öffentlichkeit und der Medien in den letzten Jahren immer wieder gestellt worden sind; beispielsweise, warum Karl Kübel sich immer intensiver sozial engagierte und wie es schließlich zur Gründung der nach ihm benannten Stiftung für Kind und Familie gekommen ist."

In lebendigem Stil verfasste Gesamtdarstellung

Die Biografie bietet viele neue und wissenswerte Details über die Person Karl Kübels - von der Herkunft seiner Eltern über die frühen Lebensjahre in Duisburg, die Ausbildung und erste unternehmerische Gehversuche bis hin zum europaweiten Erfolg mit den 3k-Möbelwerken. Wilkes zollte den beiden Autorinnen Eva Bambach-Horst und Hildegard Hogen Respekt für ihre Leistung: "Als Ergebnis steht für uns eine überaus stimmige, in lebendigem Stil verfasste Gesamtdarstellung. So komplett und detailgetreu die Ausführungen auch sind, läuft die Biografie an keiner Stelle Gefahr, sich in Details zu verlieren. Der rote Faden steht stets deutlich im Vordergrund - der Werdegang eines Mannes, der mit dem Motto 'Womit kann ich dienen?' schon in jungen Jahren seine Bestimmung gefunden hat und diese mit konsequent bis zu seinem Lebensende verfolgt hat", so Wilkes.

Konsequent dem Lebensmotto gefolgt

Der erste Abschnitt mit der Überschrift "Aufgewachsen im christlichen Glauben" beleuchtet den familiären Hintergrund, in dem unternehmerisches Denken Hand in Hand ging mit tief verwurzeltem christlichem Glauben und Verantwortungs-gefühl für das Schicksal der Mitmenschen. Im Kapitel "Verantwortung des Unternehmers" geht es um Karl Kübel als innovativen und ambitionierten Fabrikanten und die Erfolgsgeschichte seiner 3k-Werke in der Zeit des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg. Dass mit dem unternehmerischen Erfolg gleichzeitig auch das Engagement für die Gemeinschaft immer mehr in den Mittelpunkt rückte, zeigt sich in den folgenden Kapiteln. Nach und nach entwickelte er einen institutionellen Rahmen für sein uneigennütziges Engagement, das schließlich mit der 1972 gegründeten Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie die optimale Organisationsform fand.

Die späteren Lebensjahre standen im Zeichen des Rückzugs aus dem Unternehmerdasein und der Hinwendung zur Stiftungsarbeit mit ihren mannigfaltigen Projekten: beispielsweise dem renommierten Karl Kübel Preis, dem Aufbau der drei deutschen Bildungsinstitute und der Bildungs- und Begegnungsstätte in Indien. Ehrungen und Auszeichnungen wie das 1988 verliehene Große Bundesverdienstkreuz standen für Karl Kübel nie als Ziel im Mittelpunkt, sondern stellten willkommene Anlässe dar, um für sein zentrales Anliegen zu werben.

Trotz der Fülle der vermittelten Informationen liefert die Biografie keine fertigen Antworten, sondern lässt den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild vom Menschen Karl Kübel zu machen. "Indem er die Familie als schützenswerte Grundlage der Gesellschaft erkannte und sich aktiv für sie einsetzte, war Karl Kübel seiner Zeit weit voraus. Seine Motivation, als Unternehmer der Gemeinschaft etwas vom eigenen Erfolg zurückzugeben, steht für die Verwirklichung des Prinzips der sozialen Marktwirtschaft im besten Sinne. Angesichts der Not und der Krisen, die ein entfesseltes Gewinnstreben in den letzten zwei Jahren weltweit ausgelöst hat, ist das Vorbild Karl Kübels von ungebrochener Aktualität", stellt Matthias Wilkes fest. Die Symbiose von unternehmerischem Denken und gemeinnützigem Engagement präge die Karl Kübel Stiftung mit ihren rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis heute. Als Wegbereiterin habe die Stiftung nachfolgende Stiftungsgründungen inspiriert und die Entwicklung des Stiftungswesens in Deutschland mit beeinflusst.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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