Ein Beitrag von Ingeborg Treber, ehemalige Mitarbeiterin im Bereich Entwicklungszusammenarbeit der Stiftung
Im Jahr 1995 bewarb ich mich bei der Karl Kübel Stiftung auf eine Stelle, bei der es vor allem um den Aufbau und die Koordination eines Bildungsinstituts in Indien ging.
Die Anzeige in der FAZ und die Kern-Vision des Stifters "Familie als Keimzelle der Gesellschaft" hatten mich sofort angesprochen. Bei meinem zweiten Vorstellungsgespräch lernte ich Karl Kübel kennen und war beeindruckt von seiner Persönlichkeit, seiner Autorität, Zielgerichtetheit, Klarheit, aber auch Menschlichkeit und wie er seine Vision und Überzeugungen begeisternd vertrat. Hier wollte ich gerne arbeiten und tat es schließlich auch für mehr als fünf Jahre.
In dieser Zeit durfte ich erleben und daran mitwirken, wie aus einem spannenden und außergewöhnlichen Gedanken Wirklichkeit wurde. Von der ersten Idee, über die Konzeptentwicklung bis hin zum Betrieb des Instituts in Südindien mit drei großen Kursgebäuden, Konferenzhalle, Meditationshalle, Verwaltungsgebäude, Küche & Speisesaal sowie mehreren Mitarbeitergebäuden vergingen keine zehn Jahre.
Seine Spiritualität und Liebe zu Indien
Karl Kübel verstand es, die Menschen über die Ländergrenzen hinweg für sein Anliegen zu begeistern und sie in ihrem gemeinsamen Engagement miteinander zu verbinden.
Ich durfte erfahren, wie ein visionäres Projekt trotz vieler Hindernisse und Wirrungen durch den Glauben an die Sache, die Beharrlichkeit bei der Umsetzung und natürlich ein engagiertes, motiviertes Team schließlich zum Erfolg geführt werden kann. Eine wesentliche Grundlage hierfür war der ausgeprägte Unternehmergeist des Stifters, aber auch seine Spiritualität und Liebe zu Indien, die ich seit meiner Arbeit in der Stiftung mit ihm teile.
In meinen nachfolgenden Arbeitsstellen in der freien Wirtschaft habe ich jedenfalls nie wieder annähernd so viel "Herzblut" für meine Aufgaben und Pflichten entwickelt. Ich bin froh, dass ich diese Zeit erleben durfte.








