Interview mit Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung, anlässlich des 95. Geburtstages von Karl Kübel
Welche Bedeutung hat Karl Kübel als sozial engagierter Unternehmer und Stifter mit Blick auf Wirtschaft und Gesellschaft?
Die Rolle von Karl Kübel als Stifter und sozial engagierter Unternehmer ist in dieser Kombination in Deutschland wohl einmalig. Er ist jemand, der nicht nur im unternehmerischen Bereich außerordentlichen Erfolg hatte, sondern gleichzeitig jemand, der diesen Erfolg dann anschließend auch der Gesellschaft wieder zur Verfügung gestellt hat - in dieser Radikalität einmalig.
Welchen Stellenwert hat Herr Kübel als Identifikationsfigur aus Ihrer Sicht für die Stiftung heute?
Die Bedeutung von Herrn Kübel für die Stiftung ist in keiner Weise zu unterschätzen. Er war jemand, der sich schon in recht frühen Jahren von seinem Vermögen getrennt hat und konnte damit über 32 Jahre bis heute seine Stiftung selbst prägen. Er hat angefangen, selbst als Geschäftsführer, war lange Zeit in den Gremien selbst aktiv mit dabei, hat sich mit vielen Einzelheiten und Projekten befasst, und vieles von dem, was die Stiftung heute macht unmittelbar veranlasst. Das sind Grundlagen, die er gelegt hat, Wurzeln von denen die Stiftung und ihre Mitarbeiterschaft noch lange zehren werden. Deswegen kann man ganz sicher sagen, dass seine Person auch in der Stiftung heute und in der Zukunft weiter lebendig bleiben wird.








