»Heute gehen wir neuen Verhältnissen entgegen, weil viele Menschen blind sind für die Werte, die für den Bestand der menschlichen Gesellschaft unverzichtbar sind und für Werte, die der Person Würde verleihen.« (Karl Kübel)
"...aus dem geteilten Leben ein Leben des Miteinander wachsen lassen...", Dr. Dr. Hanna-Renate Laurien
Auszug aus der Laudatio von Dr. Dr. Hanna-Renate Laurien zur Verleihung des Karl Kübel Preises 1998 mit dem Thema "Lebensmodelle des Teilens - Familien gehen neue Wege"
Als die Karl Kübel Stiftung wegen der heutigen Laudatio bei mir anfragte und mir die Namen der Preisträger - Treffpunkt Hilfsbereitschaft Berlin und Schammatdorf Trier - mitteilte, war für mich selbstverständlich: Der Termin ist freizuschaufeln, treffen doch das Thema der Ausschreibung 1998 und die Leistungen dieser beiden Preisträger nicht nur in die Mitte meiner sozialen und politischen Ziele, viel mehr noch in die Mitte der Probleme und Chancen unserer Gesellschaft, unseres Landes. Die Karl Kübel Stiftung hat das, was Roman Herzog als eine "Gesellschaft der Selbständigkeit und der Solidarität" beschrieben hat, stets als ihr Ziel bezeichnet. Solidarität ist gewiss zuerst ein Beistand in der Not, aber Sie ist mehr: Sie will den anderen nicht als Objekt ihres Erbarmens sehen, sie will ihm und ihr zu der Selbständigkeit verhelfen, die aus dem Schützling den Partner macht.
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