Ein Beitrag von Gudrun Riebel und Adela Navarro, langjährige Mitarbeiterinnen im Odenwald-Institut (3. Teil)
Selbstverständlich war für uns auch, daß wir bei Familie Kübel zu jeder Zeit auftauchen konnten. Karl Kübel war dann meistens in seinem Büro und hatte immer ein offenes Ohr für uns Mitarbeiter.
Seine handschriftlichen Vorlagen waren bei uns gefürchtet. Wenn wir Herrn Kübel mit einem Blatt Papier in der Hand auf den Weg zum Büro entdeckten, ergriffen wir die Flucht. Seine Schrift zu entziffern, war eine Herausforderung. Gudrun Riebel hatte ein besonderes Händchen dafür. Deshalb wurde sie von Mary Anne Kübel kurzerhand auserkoren, Karls Briefe zu schreiben, damit dieses Theater im Büro aufhörte.
Karl Kübel war ein rasanter Autofahrer: "Hoffentlich kommt mir Karl nicht entgegen", waren oft meine Gedanken, wenn ich mich auf den Nachhauseweg gemacht habe.
Praktikum bei den 3K-Möbelwerken
Ich (Adela Navarro) persönlich habe von Karl Kübel und Teilen seiner Philosophie gehört, bevor ich das Odenwald-Institut gekannt habe. Im Rahmen meiner Ausbildung zur Industriekauffrau habe ich ein Praktikum bei den 3K-Möbelwerken in der Fertigung gemacht. Damals war 3K ein Partner der Wirtschaftsfachschule Bahr. Ich war damals beeindruckt vom Firmenkonzept, die Mitarbeiter am Erfolg der Firma teilhaben zu lassen. Das muss um 1980/81 gewesen sein.
Seit April 1984 gehöre ich zum Odenwald-Institut bzw. zur Karl Kübel Stiftung. Ich begrüße auf der Tromm die Gruppen, besorge und kümmere mich um die Seminarmaterialien, bin zuständig für die Rechnungsprüfung und reiche Anträge für Bildungsurlaub ein.
Gudrun Riebel ist die Dienstälteste, seit 1982 gehört sie offiziell zum Odenwald-Institut. Frau Riebel macht hier alles was mit der Buchhaltung zu tun hat.








