Aus einem Interview mit Kardinal Karl Lehmann, Bischof von Mainz und damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, anlässlich des 95. Geburtstags von Karl Kübel am 6. September 2004
Herr Karl Kübel ist ein bewundernswerter Unternehmer, der auf der einen Seite ein großes erfolgreiches Unternehmen hatte und auf der anderen Seite eine ganz seltene Entscheidung getroffen hat: nämlich, den allergrößten Teil seines Vermögens in diese Stiftung zugunsten von Familien einzubringen. Und ich glaube, dass er da schon vor Jahrzehnten ganz hellsichtig gewesen ist, weil Familie immer mehr ein Thema in der ersten Reihe unserer Probleme in unserer Gesellschaft wird. Die Großzügigkeit von ihm zeigt sich auch damit, dass er das nicht beschränkt hat auf unser Land, sondern dass er in einer ganz großzügigen Weise eben auch Familienpolitik innerhalb von Entwicklungspolitik gemacht hat und dadurch noch einmal vorbildlich wird in vielen Ländern.
Ich freue mich, dass diese Stiftung doch Nachdenklichkeit erzeugt hat bei anderen Unternehmerfamilien und dadurch auch manches andere ins Rollen gekommen ist. Deswegen freue ich mich ganz besonders dass er jetzt 95 Jahre alt werden durfte und ganz herzlichen Glückwunsch.








