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»Hilfe zur Selbsthilfe kann nur geleistet werden, wenn man sich in erster Linie als Lernender in ein fremdes Land begibt.« (Karl Kübel)

Immer wenn es darum geht, Herrn Kübels Geburtstag zu feiern, denken die Kollegen auch an meine Blumen und Segenswünsche.

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Ein Beitrag von Renate Tietz, Referentin der Jugendaktion

Renate Tietz

Seit 15 Jahren arbeite ich nun in der Karl Kübel Stiftung und mein Geburtstag am 6. September wurde nie vergessen. Immer wenn es darum geht, Herrn Kübels Geburtstag zu feiern, denken die Kollegen auch an meine Blumen und Segenswünsche.

Um die Arbeit zu reflektieren und weiter zu entwickeln, treffen wir aus der Abteilung Entwicklungszusammenarbeit uns jährlich im Odenwald-Institut auf der Tromm. Heute vermissen wir dort etwas, das früher zum obligatorischen Abendprogramm gehörte: ein Besuch bei Karl Kübel nebenan. Ich erinnere mich gern an eine herbstliche Stunde in Kübels Wohnzimmer. Wir kramten aus dem verschütteten Schulzeitgedächnis alle Liedtexte hervor und sangen mit unserem Stiftungsgründer aus vollem Herzen: "Hoch auf dem gelben Wagen..."

Nicht einfach nur "Geld verdienen"

Nur wenige Menschen haben das Glück, einer Arbeit nachzugehen, die sie neben der professionellen Anforderung auch als Berufung empfinden. Dass Karl Kübel die "Jugendaktion" als entwicklungspolitische Bildungsarbeit ins Leben gerufen hat, ermöglichte mir genau dies: meine Fähigkeiten sinnvoll und erfüllend für eine gute Sache einzubringen. Ich bin froh, dass es mir möglich ist, nicht  einfach nur "Geld zu verdienen", sondern Spuren zu hinterlassen im Leben von anderen, gern auch mit Engagement weit über die Dienstzeit hinaus.

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