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»Die Qualität des Lebens kann sich nur verbessern, wenn der Mensch selbst sich in seiner Qualität verbessert. So gesehen kann unser Anliegen nur das sein, dem Menschen zu helfen, fähig zu werden, dass er selbstsicher, urteilsfähig, kreativ und aktiv für Solidarität wirkend im Leben steht.« (Karl Kübel)

"...wir haben gespürt, dass diese Tradition zu Ende ging."

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Ein Beitrag von Gudrun Riebel und Adela Navarro, langjährige Mitarbeiterinnen im Odenwald-Institut (2. Teil)

Gudrun Riebel und Adela Navarro
Wenn es bei Betriebsausflügen hieß, Karl Kübel ist dabei, haben wir uns schon vorher eingestimmt und eine Auswahl an Liedern, meist Volksliedern, parat gehabt. Auch eine Strategie wurde entwickelt, wie wir dem "gemeinsamen Singen" nach einer angemessen Zeit ein Ende bereiten konnten. Herr Kübel war nämlich beim Singen nicht klein zu kriegen. Unermüdlich - er liebte es! Bei der letzten Weihnachtsfeier mit Karl Kübel, zu der wir ihn und Mary Anne wie immer eingeladen hatten, war das Singen mit ihm etwas ganz Besonderes. Er war zu dem Zeitpunkt schon sehr schwach, und wir haben gespürt, dass diese Tradition zu Ende ging. An diesem Abend haben wir für ihn alles gegeben.

"Wisst ihr noch ...?"

Im vergangenen Jahr haben wir unsere Weihnachtsfeier mit einer spontanen Fackelwanderung nach Kocherbach zu Karl Kübels Grab begonnen. Wir standen alle mit unseren Fackeln um das Grab und haben uns an all diese Dinge erinnert: "Wisst ihr noch ...???"

An richtig heißen Sommertagen fahre ich manchmal über Kocherbach und gieße die Grabbepflanzung ...

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