Ein Beitrag von Willi Hoffmann, aus "Im Dienste einer menschenwürdigen Gesellschaft", S. 33 - Teil 3
Die stetige Aufwärtsentwicklung des Unternehmens ließ plötzlich auch die Stadtväter von Worms aufmerksam werden. Sie sahen ein, dass sie einen Fehler begangen hatten, als sie Herrn Kübel bei der Geländebeschaffung nicht gerade nach besten Kräften unterstützt hatten. Um zu retten, was noch zu retten war, boten sie Herrn Kübel ein größeres Grundstück in der Hafenstraße an. Dieses Angebot war für Herrn Kübel umso verlockender, als es ihm die Möglichkeit bot, dort einen Betrieb aufzubauen, wie er ihm schon seit geraumer Zeit vorschwebte. Die besonders günstige Lage durch die Nähe des Rheins und bedingt durch die Tatsache, dass Herr Kübel noch immer seinen Wohnsitz in Worms hatte, erleichterte ihm seinen Entschluss.
Startzeichen für den Bau an der Hafenstraße
Bald war man sich mit der Stadt Worms einig, und einem baldigen Baubeginn hätte nichts mehr im Wege gestanden, wenn nicht der Zweite Weltkrieg schon seine Schatten herausgeworfen hätte. Das benötigte Baumaterial und die erforderlichen Arbeitskräfte standen nicht mehr in dem Umfang zur Verfügung, wie das zwei Jahre zuvor noch der Fall war. In der Zwischenzeit war mit dem Bau des Westwalls begonnen worden - zahlreiche Arbeitskräfte aus dem Wormser Raum waren dafür abgezogen worden. Und Baustoffe wurden plötzlich rationiert. Trotz all dieser Schwierigkeiten gab Herr Kübel das Startzeichen für den Bau der Fabrik an der Hafenstraße. Der Aufbau musste aber immer wieder unterbrochen werden, wenn das zugeteilte Baumaterial aufgebraucht war. Trotzdem dauerte es nur wenige Monate, bis der erste Teilabschnitt fertig gestellt war.








