Ein Beitrag von Gudrun Riebel und Adela Navarro, langjährige Mitarbeiterinnen im Odenwald-Institut (1. Teil)
Frau Riebel und ich erinnern uns an Begegnungen mit Karl Kübel, die im Nachhinein betrachtet etwas ganz Besonderes waren ...
... zum Beispiel hat Karl Kübel jeden Morgen mit seiner Frau, Mary Anne Kübel, einen langen Spaziergang auf der Tromm unternommen. Herr Kübels erste Station war das Büro. Er hat uns, jede Einzelne persönlich mit den Worten "Geht's gut?" begrüßt. Einmal hatte Herr Kübel ein recht bunt-gestreiftes T-Shirt an, das ihm seine Frau gekauft hatte. Bevor er damit auf Wanderung ging, hat er sich das T-Shirt von uns Mädels absegnen lassen. Seine Befürchtung war, es könnte für einen Mann seines Alters zu exotisch sein. Er stand im Büro und hat sich nach allen Seiten gedreht und gewendet. Er hat damals unser Okay bekommen und erst dann ist er losgezogen.
Singen war seine große Leidenschaft
An Karl Kübels Geburtstag sind wir immer alle zu "Kübels" 'rübermarschiert und haben ihm ein Lied gesungen oder ein "selbst gemachtes Gedicht" vorgetragen. Oftmals sind Kursteilnehmer mitgegangen. Einmal sogar eine ganze Gruppe, jede/r mit einem indischen Instrument. Er hat dann voller Begeisterung mitgesungen - Singen war seine große Leidenschaft. Wohlweislich hatten wir auch Karl Kübels kleines Liederbüchlein (das von den Senioren!) dabei, weil wir wussten, er würde die Gelegenheit beim Schopf packen und sich noch weitere Lieder von uns wünschen. Danach haben wir uns - auf Trommer Art eben - umarmt und saßen dann bei Kübel´s am Tisch bei Kaffee und Kuchen. Ich erinnere mich, dass Herr Kübel bei solchen Gelegenheiten eine Menge zu erzählen hatte.








