Ein Beitrag von Willi Hoffmann, aus "Im Dienste einer menschenwürdigen Gesellschaft", S. 33 - Teil 1
Beflügelt durch den Erfolg auf der Leipziger Frühjahrsmesse im Jahre 1937 wurde damit begonnen, die Möbelproduktion beträchtlich zu erweitern. Durch die Aufgabe des Handelsgeschäftes stand diesem Vorhaben nun nichts mehr im Wege. Sämtliche Räume des Anwesens in der Alzeyer Straße konnten jetzt für die Möbelfertigung hergerichtet werden. In wenigen Wochen waren die notwendigen Umbauten vorgenommen - weitere Arbeitskräfte konnten eingestellt werden. Bald war die Belegschaft auf etwa 60 Mitarbeiter angestiegen, und die Möbelproduktion kam allmählich auf Touren. Die fertigen Möbel wurden mit dem Qualitätszeichen KKW versehen ("Karl Kübel Worms").
Die Freizeitgestaltung kam nicht zu kurz
Trotz der starken Inanspruchnahme (48 Stunden und mehr in der 6-Tage-Woche) kam die Freizeitgestaltung nicht zu kurz. Der Fabrikhof in der Alzeyer Straße diente häufig nach Feierabend als Fußballplatz. Soweit es ihm seine Geschäfte erlaubten, beteiligte sich auch Herr Kübel an diesen abendlichen Fußballspielen. Es blieb natürlich nicht aus, dass es bei diesem Gekicke hin und wieder Scherben gab. Eines Tages erhielt das damals im Fabrikhof noch vorhandene gläserne Firmenschild des Handelsgeschäftes einen Volltreffer - es ging völlig in die Brüche. Wir schauten uns alle etwas verlegen an und atmeten auf, als Herr Kübel das Missgeschick geistesgegenwärtig kommentierte: "Da liegt die Firma in Scherben am Boden."








