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»In den letzten 300 Jahren hat die industrielle Revolution vermocht, die Lebensbasis für Milliarden Menschen zu schaffen und nun steht die Menschheit am Rande des Abgrunds, weil das Wachstum in Blindheit geschieht. Wir müssen lernen, im Wachsen fruchtbar zu werden.« (Karl Kübel)

25. Juni 2009: Bensheim hilft spendet 3.000 Euro für Zyklonopfer in Indien

Zyklon Aila
Kinder sind besonders betroffen - unter Planen haben sich die Familien notdürftig eingerichtet

Infos

SPENDEN
Bitte spenden Sie unter dem Stichwort "AILA" auf das Spendenkonto der Karl Kübel Stiftung bei der Sparkasse Bensheim, Konto 50 50 000,
BLZ 509 500 68.

Zyklon Aila
Boote transportieren die Hilfsgüter in die Katastrophenregion

25. Juni. Babynahrung, Grundnahrungsmittel aber auch Laternen werden dringend gebraucht

Von der internationalen Presse fast unbeachtet fegte am 25. Mai der katastrophale Zyklon Aila mit Windgeschwindigkeit bis zu 120 Kilometer pro Stunde über die Deltaregion des Ganges im Nordosten Indiens hinweg. Besonders prekär war die Tatsache, dass der Sturm - bedingt durch eine besondere Wetterlage - nahezu drei Stunden lang mit unverminderter Gewalt über dem Gebiet wütete. 
Zurück blieb eine Spur der Verwüstung. In der von unzähligen Wasserläufen durchzogenen Deltaregion der Sunderbans, die ohnehin nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt, sind aktuell fast eine Million Menschen betroffen. Diejenigen, die noch nicht mit einem der wenigen Boote Richtung Kalkutta geflohen sind, fristen ein trauriges Dasein auf den wenigen intakten Deichanlagen.

Knapp 1.900 Menschen werden erreicht

Nahezu 300 Todesopfer sind zu beklagen, doch die Zahlen werden vermutlich steigen. Immer noch gelten 8.000 Menschen als vermisst. Weit über 140.000 Stück Vieh sind in den Fluten ertrunken. Gleichzeitig steigt die Zahl derer, die an den Folgen von verunreinigtem Trinkwasser und Durchfallerkrankungen sterben. Es wird befürchtet, dass bis zu 40 Prozent der betroffenen Bevölkerung an Durchfallerkrankungen leiden; für Kinder, Alte und geschwächte Menschen ist die Gefahr besonders groß. Wenn nicht schnell medizinische Hilfe und ausreichend Nahrungsmittel verfügbar sind, drohen viele Menschen zu sterben. 

Bensheim hilft hat sich spontan entschlossen, die Hilfsaktionen der Karl Kübel Stiftung und ihrer indischen Partner mit 3.000,- Euro zu unterstützen. Damit können fast 1.900 Familien erreicht werden. Mit der Verteilung von Trockenmilchrationen wird die Versorgung von Babys sichergestellt. Gerstenrationen und Minerallösungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Ernährung und zur Stabilisierung des Mineral- und Flüssigkeitshaushalts der Not leidenden Menschen.

Gefahr durch Tiger

Die Hilfe konzentriert sich auf die Ortschaft Shyamsher Nagar, ein Ort mit etwa 9.500 Einwohnern. Hier starben 13 Menschen. 650 Kühe, 1.521 Ziegen und 1.800 Schafe wurden Opfer der Fluten. Mehr als 500 Hektar fruchtbares Ackerland wurde durch eindringendes Salzwasser in Mitleidenschaft gezogen, Trinkwasserbrunnen wurden durch Salzwasser unbrauchbar.
Da das Gebiet eine der größten Tigerpopulationen in Indien aufzuweisen hat, drohen auch hier Gefahren: Die Tiger verlassen die überfluteten Waldgebiete und kommen gefährlich nah an die Notunterkünfte. Daher werden mit den Hilfsgeldern von Bensheim hilft auch einfache Kerosinlaternen finanziert; das Licht hält die Tiere von den provisorischen Unterkünften fern. 

Schutz der Menschen vor Feuchtigkeit und Ungeziefern

Es mangelt im Moment an allem. Deshalb soll nach dem ersten "Hilfspaket" geprüft werden, ob und wie die Hilfsaktionen weiter gefördert werden können. Weitere Hilfsaktionen sind sinnvoll, da die indische Regierung mit Unterstützung der Armee begonnen hat, die zerstörten Hochwasserdämme zu reparieren und das eingedrungene Salzwasser aus den überfluteten Feldern zu pumpen. Damit wollen sie den Menschen der Sunderbans ermöglichen, wieder ihre Felder zu bestellen.

Die Trinkwasserversorgung ist weiterhin ein riesiges Problem. Außerdem werden Nahrungsmittel dringend benötigt, da nicht nur die Felder und Ernten zerstört wurden, sondern auch die Nahrungsmittelvorräte von den Fluten weggewaschen oder unter eingestürzten Häusern begraben wurden. Derzeit leben die Menschen auf den wenigen intakten Dämmen und Straßen; darum benötigen sie dringend Plastikplanen und Moskitonetze, um vor allem die Kinder vor Feuchtigkeit, Insekten, aber auch Schlangen und Ratten zu schützen.

Trotz aller Katastrophenmeldungen gibt es auch Erfreuliches aus Indien zu berichten. In der den Sunderbans angrenzenden Region Medinipur, in der Bensheim hilft und die Karl Kübel Stiftung im Herbst 2007 Hilfe im Rahmen einer Überschwemmungskatastrophe geleistet hatten, haben die neu erbauten Häuser und Getreidespeicher dem Sturm Stand gehalten. Dies zeigt, dass die geleistete Unterstützung den Menschen nachhaltig geholfen hat.

In den Sunderbans hat der Zyklon Aila allerdings eine gewaltige Notsituation hinterlassen. Daher rufen die Karl Kübel Stiftung und Bensheim hilft dringend zu Spenden für weitere Nothilfemaßnahmen auf. Unterstützen Sie uns dabei, den betroffenen Menschen, insbesondere den Kindern, das Überleben zu sichern.

SPENDEN

Bitte spenden Sie unter dem Stichwort "AILA" auf das Spendenkonto der Karl Kübel Stiftung bei der Sparkasse Bensheim, Konto 50 50 000, BLZ 509 500 68.

Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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