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»In den letzten 300 Jahren hat die industrielle Revolution vermocht, die Lebensbasis für Milliarden Menschen zu schaffen und nun steht die Menschheit am Rande des Abgrunds, weil das Wachstum in Blindheit geschieht. Wir müssen lernen, im Wachsen fruchtbar zu werden.« (Karl Kübel)

100 Jahr Unternehmer und Stifter Karl Kübel

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Ein Beitrag von Friedrich Schock sr.

Als Zulieferant der verschiedenen 3K-Möbelwerke lernte ich das Unternehmen und vor allem Karl Kübel schon in den 50er Jahren kennen.

In den 60er Jahren hatte ich nach verschiedenen vorangehenden persönlichen Gesprächen von Karl persönlich den Ruf erhalten, als junger Berater (Jg. 1930) in den Aufsichtsrat der von ihm gegründeten und geleiteten 3K-AG einzutreten. Dort lernte ich sein Denken als zwar tiefreligiöser - jedoch nie als sektiererischen - Christen und dem Unternehmen und seinen Menschen verpflichteten Unternehmer kennen.

Karl Kübel gehört sicher zu der sehr kleinen und doch - siehe heutigen Wirtschaftskrise - so entscheidenden Kreis echter "Elite", ohne die auch die heutige Giergesellschaft keine wirkliche Änderung erfährt.
Karl Kübel gehört zu dem kleinen Dutzend Menschen - unter Tausenden Begegnungen die mein Denken und unternehmerisches Verhalten geprägt haben.

Ich hatte sein Vertrauen, weshalb er mich persönlich auch beauftragte, den Verkauf der Kübel- AG an die damalige Swedish-Match in Schweden in die Wege zu leiten, was ich gerne und natürlich ohne Vergütung (das war auch die Art von Karl Kübel) tat. Ich wusste um seine Selbstlosigkeit und auch um die gemeinnützige Verwendung der damaligen Millionen Erlöse.

Das Unternehmen und die Mitarbeiter waren für ihn wichtiger als Gewinnmaximierung

Ich erinnere mich auch noch gerne an viele private Wanderungen mit Karl Kübel, seiner Frau und seinem längst verstorbenen Neffen Friedhelm Kübel im Schwarzwald und Odenwald.
Am Abend tranken wir ab und zu Higei (Himbeergeist) und erzählten uns lustige Anekdoten.

Einmal in der Nähe von Nagold sagte er mir, wie er in den 20er Jahren als junger Handlungsreisender Möbelbeschläge einem Schreiner anbieten wollte.
Ich echt schwäbischer und etwas derber Art sei der Mann ins Zimmer eingetreten und seine Begrüßung sei gewesen: "Jetzt junger Mann, was für einen "Kruscht" (Mist) haben sie zu verkaufen?" Karl Kübel ließ sich aber davon nicht provozieren, sondern blieb hartnäckig und erfolgreich an der Sache dran! Unaufgeregt und konsequent handeln - das war auch Karl Kübel.

Seit dieser Zeit lautet mein Lebensmotto: Persönlich glauben (nicht im konfessionellen Sinne, sondern als tiefes Gottvertrauen). Global denken - lokal handeln.

Karl Kübel war ein echter Unternehmer - kein Unterlasser. Das Unternehmen und die Mitarbeiter waren für ihn wichtiger als das Unternehmen und seine Gewinnmaximierung!!!!

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