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»Die Qualität des Lebens kann sich nur verbessern, wenn der Mensch selbst sich in seiner Qualität verbessert. So gesehen kann unser Anliegen nur das sein, dem Menschen zu helfen, fähig zu werden, dass er selbstsicher, urteilsfähig, kreativ und aktiv für Solidarität wirkend im Leben steht.« (Karl Kübel)

"Herr Karl Kübel war für mich ein christlicher, sozialgerechter Mann..."

Karl Kübel als Unternehmer, 3-K-Werke
Karl Kübel als Unternehmer

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Bericht eines 3K- Mitarbeiters: Otto Amann

Im März 1945, genau am Kriegsende, erlernte ich das Bau- und Schreinerhandwerk. Nach meiner dreijährigen Gesellenprüfung ging ich im Jahr 1948 zur Möbelfirma 3K, ansässig in Worms. Für Herrn Kübel war ich keine fremde Person, da ich schon als kleiner Junge nach Worms Brücke ging, um kleine Holzteile zu holen. Das war für mich ganz einfach, denn mein Vater hat schon vor dem Krieg in der Alzeierstraße in der Schreinerei gearbeitet. Es bestand also schon damals ein enger Kontakt zu Karl Kübel.

Nach der Kriegsgefangenschaft 1947 hat mein Vater in Worms Brücke wieder angefangen zu arbeiten (Wiederaufbau). Herr Kübel hat mich für den 24.08.1948 als Schreinergeselle eingestellt. Es wurden 48 Stunden in der Woche gearbeitet. Für mich war es ja nicht so leicht, da ich morgens kurz nach fünf schon weglaufen musste, von zu Hause bis zur Fähre, die um 6 Uhr die Hofheimer Seite erreichte. Auf die Fähre war ich angewiesen, da kein Fahrrad vorhanden war und beide Rheinbrücken in Schutt und Asche lagen.

Karl Kübel hatte immer ein offenes Ohr

Neun Jahre habe ich in Worms gearbeitet. 1956 im Monat November hatte ich ein Gespräch mit Herrn Karl Kübel, in dem er sagte, ich möchte doch im Januar 1957 ins Bibliser Werk gehen, wo schon Herr Günther Reis sei, denn Herr Kübel selbst bräuchte junge Nachwuchskräfte. Genau 20 Jahre war ich in dem Bibliser Werk, welches dann geschlossen wurde; Herr Reis und meine Person gingen als letztes aus dem Bibliser Werk. Ich wurde in das neu erbaute Werk in Bürstadt versetzt, wo ich bis zu meinem 63ten Lebensjahr arbeitete und anschließend in den Ruhestand ging.

Bis zu dem heutigen Tag bin ich noch als guter Partner treu geblieben, wo ich in wenigen Wochen schon meinen 78ten Geburtstag feiern werde.
Herr Karl Kübel war für mich ein christlicher, sozialgerechter Mann, der gesorgt hat für seine Firma und hauptsächlich für seine Belegschaft. Herr Kübel hatte für mich immer ein offenes Ohr, wenn wir miteinander gesprochen haben. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.

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