Hilfe zur Selbsthilfe war der Ansatz für sämtliche Aktivitäten der Stiftung. Karl Kübel glaubte an die Selbsthilfekräfte eines jeden Menschen, jeder Familie und jeder Gemeinschaft. Im Hintergrund aller Programme der Stiftung waren daher die Prinzipien der Subsidiarität und der Solidarität prägend. Stifter Karl Kübel entwickelte im Jahr 1990 eine ehrgeizige Zehnjahresplanung für die Stiftung. Sie sah eine Ausweitung der damals existierenden Programme sowie die Einführung neuer Aktivitäten vor.
"Wenn möglich, selbst am Tatort sein"
Bei jedem neuen Programm ging Karl Kübel trotz seines relativ hohen Alters wegweisend voran, und er legte die Basis für deren erfolgreiche Weiterentwicklung. Karl Kübel war an allen Aktivitäten der Stiftung interessiert und er wollte, wenn möglich, selbst am Tatort sein. So war er mehrmals in den indischen Projektregionen, in den Bildungszentren der Stiftung und bei der feierlichen Vergabe des jährlichen Karl Kübel Preises. Bei keiner Begegnung blieb er stiller Zuschauer; er stellte die richtigen Reflexionsfragen und gab damit Anregungen für weitere Entwicklung.
"Nicht immer ein bequemer Chef"
Nicht immer war Karl Kübel ein bequemer Chef. Immer wenn er annahm, dass wir noch Energie generieren könnten, legte er die Latten höher. Manchmal war es nicht ganz leicht, die Hintergründe und die langfristigen Perspektiven mancher seiner Entscheidungen nachzuvollziehen. Manchmal hinkten wir mit späterer Erkenntnis der strategischen Bedeutung seiner Überlegungen hinterher. In den Fällen von eventuellen Fehlentscheidungen scheute Karl Kübel keine Kosten und Mühen, eingeleitete Programme zu stoppen und den Weg für innovative Programme freizumachen. Er war risiko-und entscheidungsfreudig. Trotz seines hohen Alters hatte er ein dynamisches, junges Unternehmerherz mit modernen Ideen.








