Erinnerungen an Herrn Karl Kübel - von Prof. Dr. Dres. h.c. Eduard Gauler
Bei meiner Zugehörigkeit zum Stiftungsrat der Karl Kübel Stiftung in den 1970er Jahren hatte ich über einige Zeit hinweg persönlichen Kontakt mit Herrn Karl Kübel. Die Sitzungen des Stiftungsrates fanden damals vorwiegend in seinem Haus auf der Fürstenhöhe bei Bensheim, später auf der Tromm statt. Aus meinen dortigen Begegnungen mit ihm sind mir manche Beobachtungen bis heute in Erinnerung geblieben.
Besonderes Geschick
Herr Kübel beschäftigte sich damals intensiv und anhaltend mit Planungen für Institutionen und organisatorischen Regelungen zur Umsetzung seiner Intentionen und Ziele, die sich teils auf die 3K-Firmengruppe, teils auf sein Engagement für die Entwicklungshilfe bezogen. Mit Notizen und Skizzen, oft in Form von Organigrammen, brachte er seine Ideen zu Papier. Rasch wandte er sich von seinen Plänen ab, wenn sie ihm nicht mehr zweckmäßig erschienen und wenn er neue Ideen und Lösungen für die von ihm wahrgenommenen Probleme und Aufgaben vor Augen hatte.
Ein besonderes Geschick zeigte Herr Kübel, wenn er selbst oder über Mittelsleute ihm wichtig erscheinende Persönlichkeiten zur Mitarbeit für seine Konzepte bezüglich der Kübel-Werke und der Kübel-Stiftung zu gewinnen suchte. Änderte er seine Ziele und seine Pläne, dann konnte er sich rasch wieder von Menschen trennen, die er zuvor für seine ursprüngliche Ideen motiviert hatte.








