Durch Kooperationsprojekte der Jugendaktion mit Schulen wird das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für globale Zusammenhänge und benachteiligte Menschen aus der so genannten 'Dritten Welt' geschärft. Die Jugendlichen lernen durch theoretische und praktische Arbeit andere Länder und Kulturen kennen und arbeiten an 'echten' Aufgaben, die auch zu sichtbaren Ergebnissen führen. "Für uns ist es wichtig, dass wir externe Kooperationspartner wie die Karl Kübel Stiftung finden, um 'echte' Projekte realisieren zu können", erklärt zum Beispiel Dirk Seibel, Lehrer an der Karl Kübel Schule.
Konzept für einen Online-Shop entwickelt
So haben Schülerinnen und Schüler der elften Klasse der Höheren Berufsfachschule der Karl Kübel Schule im Rahmen eines fächerübergreifenden Kooperationsprojekts mit der Karl Kübel Stiftung Ideen für einen Online-Shop zum Verkauf philippinischer Recycling-Produkte entworfen. Die Klasse hatte sich im Schuljahr 2007 / 2008 mit dem Länderschwerpunkt "Philippinen" auseinandergesetzt. Durch den engen Kontakt der Stiftung zur Schule kam es zum Projekt.
Eingangs besuchte Rose Deguit, Projektleiterin von JPIC, einer philippinischen Partnerorganisation der Stiftung, die Klasse und stand als Fachreferentin zur Verfügung. Deguit, selbst Philippina, hat in der philippinischen Metropole Cebu City Kontakt zu den Mitarbeitern des Projekts, in dem die Produkte in Handarbeit hergestellt werden: bunte Taschen aus recyceltem Tetra-Pak in ganz unterschiedlichen Designs. Sie konnte den Schülern somit Frage und Antwort stehen. Initiiert, methodisch vorbereitet und begleitet wurde die Begegnung von der Jugendaktion der Stiftung.
Das Kooperationsprojekt in Bildern
Fächerübergreifendes Projekt
Eigentlich startete das Kooperationsprojekt zwischen Schule und Stiftung bereits 2006, als sich Schülerinnen und Schüler Gedanken über die Möglichkeiten der Vermarktung der Freizeittaschen machten und eine Marktanalyse mit mehr als 1.200 Befragten durchführten. Dabei fanden sie heraus, welche der Recycling-Bags die beliebtesten sind und dass die beste Vermarktungsstrategie ein Online-Shop ist.
Auf diesen Erkenntnissen baute das Online-Shop-Projekt auf und befasste sich fächerübergreifend mit der Konzeption. Im Fachbereich Politik/Wirtschaft lernten sie die politische und wirtschaftliche Situation des Inselstaates kennen; sie lernten, wie Projektmanagement funktioniert und auf dem Gebiet Web-Technologien erfuhren sie, wie Webseiten gestaltet werden und ein Online-Shop konzipiert wird. Aufgeteilt in sieben Gruppen erarbeiteten die Schüler verschiedene 'Online-Shop-Varianten', welche dann der Stiftung präsentiert wurden.
Die Nähereikooperative in Cebu

- Der südostasiatische Archipel der Philippinen ist mit seinen insgesamt 7.107 Inseln der fünftgrößte Inselstaat der Welt.

- Der Müll von Cebu

- Die Menschen leben von und mit dem Müll.

- Eines der dringlichsten Probleme der Philippinen ist die extreme Armut in weiten Teilen der Gesellschaft, unter der insbesondere die Kinder leiden.

- Schätzungen zufolge zählen 40 Prozent der insgesamt knapp 85 Millionen Einwohner der Philippinen zu den absolut Armen, die von weniger als einem US-Dollar am Tag leben müssen.

- Die Nähereikooperative bietet einen Weg aus der extremen Armut. Hier werden die auf dem Müll gesammelten Tetra-Paks zerschnitten.

- Die Frauen der Kooperative beim Vernähen der aufbereiteten alten Safttüten

- Die Mitglieder der Kooperative stolz vor ihrem Geschäft
















