»Die Qualität des Lebens kann sich nur verbessern, wenn der Mensch selbst sich in seiner Qualität verbessert. So gesehen kann unser Anliegen nur das sein, dem Menschen zu helfen, fähig zu werden, dass er selbstsicher, urteilsfähig, kreativ und aktiv für Solidarität wirkend im Leben steht.« (Karl Kübel)

25 Jahre Spielerei

25 Jahre Spielerei
v.l.n.r.: Roderic Bechert (Vorstand Spielerei), Daniela Kobelt Neuhaus (Vorstand Karl Kübel Stiftung), Norbert Korte hatte die Idee zur Spielerei

Spielend 25 geworden

Bensheim. Am 10. Mai feierte die Spielerei Bergstraße ihr 25jähriges Bestehen und lud Freunde, Partner und Unterstützer in die Rodensteinschule ein, um mit ihnen zu feiern. 1980 von der Karl Kübel Stiftung mit damals 35 Mitgliedern ins Leben gerufen, hat sich die Spielerei zu einem eigenständigen Verein mit etwa 500 Mitgliedern gemausert.

Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Karl Kübel Stiftung nahm die Einladung gerne an und machte in ihrem Grußwort klar: "Wir sind froh, immer noch so eng mit der Spielerei verbunden zu sein und hoffen, es bleibt auch in den nächsten 25 Jahren so".
Norbert Korte, in den 1980er Jahren vor allem für das Stipendienprogramm bei der Karl Kübel Stiftung tätig, hatte die Idee für die "Errichtung einer Spielothek", wie er in seiner Ansprache sagte und machte einen ersten Entwurf dazu. Somit war die Spielerei geboren.
Seit mittlerweile 20 Jahren stehen der Spielerei zwei große Räume in der Rodensteinschule zur Verfügung, die die Stadt Bensheim kostenlos zur Verfügung stellt.

Durch finanzielle Unterstützung verschiedener Partner wie der Karl Kübel Stiftung war es möglich, dass der familienfreundliche Verein über so viele Jahre bestehen bleiben bzw. wachsen konnte. Aber was wäre all das Geld ohne die Ehrenamtlichen, die Menschen, die es in ihrer kostbaren Freizeit - nach der Arbeit oder am Wochenende - überhaupt erst möglich machen, dass es Angebote wie die Spielerei gibt. Da muss katalogisiert, ein-, aus- und umgeräumt werden, da müssen Veranstaltungen - wie Familienwochenenden oder Spiele-Events - und natürlich auch die Ausleihe selbst organisiert und betreut werden. Ganz zu schweigen von der Vereinsarbeit.

Eine aktuelle Studie des Bundesfamilienministeriums hat ergeben, dass sich jeder Dritte in Deutschland in seiner Freizeit ohne Vergütung für einen guten Zweck engagiert. Als Hauptmotive geben die Ehrenamtlichen dabei am häufigsten an, dass sie die Gesellschaft zumindest im Kleinen mit gestalten und mit anderen Menschen zusammenkommen wollen. Und das merkt jeder Gast an diesem Jubiläumstag: Er fühlt sich willkommen, es herrscht eine familiäre Atmosphäre und man trifft sich zum Plaudern und Spielen. Wer bedenkt, dass der Jahresbeitrag für die ganze Familie gerade einmal 28 Euro beträgt - weitaus weniger also als eines der meisten Spiele, die es zu kaufen gibt - sollte gar nicht lang warten und Mitglied werden.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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