3K - Karl Kübel Kindergarten, Panapalli, Founder's Centenary Project - Bildung als Voraussetzung für ein selbst bestimmtes Leben
Mehr als 30.000 Menschen in Indien haben für den 3K - Kindergarten gespendet. So sind bereits 420.000,- Rupien (ca. 6.000,- Euro) zusammengekommen, was einen kleinen, aber beachtlichen Beitrag zur Finanzierung des Kindergartens darstellt. Die Spenden kamen von Frauenvereinen, ehemaligen Kinderarbeitern, Kleinbauern und vielen anderen Gruppen.
Am 12. Dezember 2009 wurde der Kindergarten feierlich eingeweiht.
Bilder von der Stone laying ceremony und dem Bau des Kindergartens
Projektthema:
Die Qualität der Gesellschaft kann sich nur weiter verbessern, wenn sich die Leistungsfähigkeit der Individuen verbessert. Dies war eines der prägenden Erkenntnisse von Karl Kübel, das wesentlich zur Gründung seiner Stiftung beigetragen hatte. Bildung und der Zugang zu Bildung sind die wichtigsten Voraussetzungen für individuellen Fortschritt. Die Schaffung von adäquaten Betreuungsangeboten für kleine Kinder ist der erste und wichtigste Schritt, um die Bedeutung von Bildung - insbesondere für die frühen prägenden Jahre der Kindheit - zu realisieren. In Indien fehlen diese Angebote fast vollständig - besonders für wirtschaftlich benachteiligte Familien. Kinderarbeit und Schulabbruch sind daher in diesen Bevölkerungskreisen nach wie vor weit verbreitet.
Projektziel:
Einrichtung eines vollwertigen Kindergartens für das Dorf Panapalli, einer kleinen Gemeinde nordwestlich der Millionenstadt Coimbatore im Süden Indiens.
Projektbetreiber:
Karl Kübel Foundation for Child and Family, Indien
Durchführender Partner:
Karl Kübel Institute for Development Education (KKID), Coimbatore
Hintergrund:
Im Dorf Panapalli leben 60 Familien mit insgesamt 253 Bewohnern. Die Hauptarbeitsmöglichkeiten für die Bewohner gibt es in den nahe gelegenen Ziegelbrennereien, in der kleinbäuerlichen Viehzucht oder der landwirtschaftlichen Arbeit als Lastenträger. Im Dorf selbst gibt es weder Schule noch Kindergarten.
Die nächstgelegene Schule befindet sich in einer Entfernung von drei Kilometern in Kondanur. Nur etwa 25 Kinder des Dorfes besuchen diese Schule. Durch die tägliche Arbeit in den Ziegeleien sind die Eltern gezwungen, ihre Kleinkinder tagsüber mit zur Arbeit zu nehmen, da ansonsten keine Versorgung gewährleistet wäre. Die Kinder werden dort langsam in den Arbeitsprozess integriert. Viele von ihnen geraten dort "schleichend" in die Kinderarbeit.
Da beide Elternteile auf das Einkommen aus den Ziegeleien angewiesen sind, sind die Versorgung über Tag und gezielte pädagogische Angebote der einzige Ausweg. Der Karl Kübel Kindergarten wird die dringend benötigte Anlaufstation sein, durch die den Kindern Tagesbetreuung, Mittagessensversorgung und pädagogische Begleitung geboten werden.
Das Projekt:
Der einfach und zweckmäßig gebaute Kindergarten verfügt über einen Aufenthaltsraum für die Kinder, ein Küche, eine überdachte Veranda und einen kleinen Spielplatz im Außenbereich. Am Tag wird das Gebäude als Kindergarten genutzt und sichert den Kindern damit den Einstieg in das formale Bildungssystem; am Abend steht es für Abendschulklassen und die Treffen der örtlichen Frauenvereinigung zur Verfügung. Die Gemeindeverwaltung übernimmt die Bezahlung der Lehrerin und die regelmäßige Mittagsessensversorgung für die 25 Kinder. Der Gemeindevorsitzende erklärte bei der feierlichen Eröffnung, dass schon in kürze auch eine Primarschule bei dem Kindergarten erreichtet werden soll.
Damit führt die Initiative der Karl Kübel Stiftung letztlich dazu, dass das Dorf Panapalli erstmals in seiner Geschichte über einen Kindergarten und eine Primarschule verfügt. Perspektivisch soll zusätzlich ein Gemüsegarten angelegt werden, den die Kinder mit Hilfe ihrer Kindergärtnerinnen ebenfalls betreuen sollen. Das selbst angebaute Gemüse wird außerdem den Speiseplan für die Kinder ergänzen.
Spenden
Der Betrieb und die Anlage eines Gemüsegartens soll durch Spenden aus Indien und Deutschland sowie über einen Festzuschuss der Stiftung gedeckt werden. Auch die lokale Bevölkerung und die Eltern werden in die Finanzierung einbezogen.
Das KKID kümmert sich um die Nachhaltigkeit des Projekts.
















