»Sich selbst zu verwirklichen und anderen dabei zu helfen, ist Teilnahme an der Schöpfung Gottes.« (Karl Kübel)

"weltwärts": von Hessen in die Welt

weltwärts-BewerberInnen 2008
Bereit für eine andere Kultur: 21 Jugendliche gehen bald nach Indien

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Karl Kübel Stiftung ermöglicht Freiwilligeneinsatz in Indien
Bensheim. Eine Gruppe von 21 Jugendlichen traf sich kürzlich in der Karl Kübel Stiftung, um an einem Wochenendseminar mehr über das Land Indien und das Leben der Menschen dort zu erfahren. Sie alle hatten den gleichen Grund: Noch in diesem Jahr werden sie freiwillige Einsätze in dem asiatischen Staat leisten. Sie lassen ihren gewohnten Alltag hinter sich und sind bereit, sich in eine völlig andere Familien- und Gesellschaftskultur einzufügen. Unterschiedlich ist jedoch ihre Motivation: Elf der jungen Leute sind gerade einmal 16 Jahre alt und kommen aus verschiedenen Teilen Deutschlands; sie werden mit der Organisation Rotary International ein Austauschjahr in Indien verbringen.
Die übrigen zehn jungen Frauen, die gerade ihr Abitur machen, werden sechs Monate lang ihre sozialen Fähigkeiten erproben und entwickeln. Als Tandem-Team werden sie als Jugendbetreuerin und Hilfslehrerin (Assistant English Teacher) eingesetzt. Acht der Frauen gehen mit dem Regierungsprogramm "weltwärts" ab August in verschiedene Projekte der Karl Kübel Stiftung in Südindien; zwei werden in der indischen Partnerschule der Martin Luther Schule Rimbach im Einsatz sein.

"Was ist eigentlich mein Bild von Indien?"
Mit dieser Frage setzten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vorbereitungsseminars auseinander. Renate Tietz, Bildungsreferentin der Stiftung, sowie erfahrene Austauschschüler und ehemalige Freiwillige konzentrierten sich in einer Einführung vor allem auf Familie, Gesellschaftsstruktur und Schule in Indien. Plakate, auf denen heilige Kühe, bunte Gewänder und modernste Technik abgebildet waren, veranschaulichten die Gegensätze im Land: das Leben zwischen Glauben und Tradition einerseits und Hightech und Hochhäusern andererseits. Schnell wurde klar: In Indien ist das ICH weniger wichtig als das WIR, Entscheidungen und Aktivitäten beziehen sich auf die Gemeinschaft; man ist von einander abhängig und auf einander angewiesen.

Allen Teilnehmenden wurde im Laufe der Veranstaltung bewusst: Ob in einer reichen Stadtfamilie oder in einem Kinderzentrum für benachteiligte Jugendliche - Kompromissfähigkeit und Anpassung werden den Alltag erleichtern. Nicht nur fremde Sprachen werden erlernt werden, jeder wird auch ein Stück seiner Persönlichkeit weiter entwickeln und neue Fähigkeiten erwerben, resümierte Renate Tietz am Ende des Seminars.


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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