Katastrophenhilfe und Wiederaufbau: Der Tsunami vom 26. Dezember 2004
Der Tsunami in Südasien hat Ende 2004 auch der industrialisierten Welt drastisch vor Augen geführt, wie verletzlich der Mensch gegenüber Naturkatastrophen bleibt. Das Ausmaß der Zerstörung in Südindien war enorm. Vor allem an der Ostküste wurden Fischerdörfer und ganze Küstenstriche verwüstet. Tausende von Menschen verloren mit einem Schlag ihre Existenzgrundlage. Betroffene indische Partner der Karl Kübel Stiftung baten um Hilfe.
Hessen hilft den Flutopfern
Sachstandsbericht über Tsunami-Projekte im Rahmen der Aktion "Hessen hilft den Flutopfern" (Stand 31.01.2010)
Vor nunmehr fünf Jahren, als das ungeheuere Ausmaß der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2004 langsam Gestalt annahm, und die Zahl der gemeldeten Todesopfer von zunächst wenigen Tausend auf über 200.000 Tote und Vermisste anwuchs, entwickelte sich weltweit eine in diesem Ausmaß bislang ebenfalls unbekannte Bewegung der Solidarität und Hilfsbereitschaft.
Auch in Hessen gründeten sich zahlreiche Initiativen, Vereine, Schulen und Kindergärten
sammelten, und unzähligen Menschen spendeten für die Opfer in Süd- und Südostasien.
Eine davon, die von der Hessischen Landesregierung, dem HitRadio FFH, dem Verband Hessischer Zeitungsverleger und der Bensheim Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie ins Leben gerufene Aktion "Hessen hilft den Flutopfern" blickt nach fünf Jahren mit zufriedenen, gleichzeitig aber auch nachdenklichen Blicken auf die bisher erreichten Ergebnisse.
Sachstandsbericht über Tsunami-Projekte im Rahmen der Aktion "Hessen hilft den Flutopfern" (Stand 31.01.2010)
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Stiftung RTL - Wir helfen Kindern
"Stiftung RTL - Wir helfen Kindern" unterstützt seit 2007 den Wiederaufbau der vom Tsunami betroffenen Fischerdörfer Vasavankuppam und Seruthur in Südindien. Mit den Spendenprojekten werden neue, stabile Häuser für insgesamt 228 Familien gebaut und somit ein Leben in Menschenwürde ermöglicht.
Bensheim hilft
Das Spendenprojekt des Vereins Bensheim hilft e.V. unterstützt den Wiederaufbau in Helen Colony und Enayam an der Südspitze Indiens. Auch in diesem Projekt ging es darum, Soforthilfe für die Flutopfer zu leisten und die Existenzgrundlage der Fischer langfristig wiederherzustellen. Die Frauen in diesen Fischerdörfern haben Schulungen in Bootsmotorenreparatur und Elektrotechnik absolviert und eröffnen 2006 eine eigene Werkstatt, die den Küstenbewohnern in der Region den weiten Weg in die Städte ersparen wird.
Strahlemann-Peace-Support-Center
Ein Kinderheim für Flutopfer in Nagapattinam, der am schlimmsten betroffenen Region Südindiens, wurde mit Unterstützung von privaten Unternehmen gebaut und im Juni 2006 eröffnet.Im Strahlemann-Kinderheim finden 100 Kinder, die im Tsunami Familienangehörige verloren haben oder völlig mittellos wurden, eine Bleibe. Täglich werden die Kinder unterrichtet, erhalten warme Mahlzeiten und psychologische Betreuung. Das Kinderheim ist als Bildungszentrum für die umliegenden Dörfer auch am Wochenende geöffnet und steht mit Bibliothek und Personal sowie einem großen Spielgelände dann auch anderen Kindern offen.
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