»Sich selbst zu verwirklichen und anderen dabei zu helfen, ist Teilnahme an der Schöpfung Gottes.« (Karl Kübel)

Early Excellence

Die Early Excellence-Aktivitäten der Karl Kübel Stiftung im Überblick

Die Karl Kübel Stiftung (KKS) hat in ihrem Zehnjahresprogramm festgelegt, sich in jedem Bundesland für den Aufbau einer Modellinstitution für Kinder und Familien einzusetzen, die nach den Grundsätzen des britischen Sure Start Programms und dem Konzept "early excellence" arbeitet.
Die ausgewählten Standorte in Deutschland sollen modellhaft beste Praxis entwickeln und Leuchttürme für andere Organisationen und Initiativen sein.

Warum Early Excellence?

Ziel und Zweck der Karl Kübel Stiftung ist es, Eltern in die Lage zu versetzen, ihren Kindern ein chancengerechtes und ganzheitliches Aufwachsen zu ermöglichen und zu sichern. Nach intensiver Beschäftigung mit dem britischen early excellence-Konzept ist die Stiftung zu der Überzeugung gelangt, dass dieser Ansatz sehr gut geeignet ist, um die Stiftungsziele in konkreten Praxis-Forschungs-Projekten zu verwirklichen.

Im Mittelpunkt der englischen Pädagogik steht der Satz "every child matters" - jedes Kind ist wichtig und exzellent. Eltern werden möglichst schon in der Zeit der Schwangerschaft in die Familienzentren vor Ort eingeladen, damit sie diese Grundhaltung besser verinnerlichen können.
In den Räumen der Zentren finden Eltern Orte und Partner für Gespräche, Beratung und Spielsituationen.

Die wichtigsten Ziele des englischen Sure-Start-Programms gelten auch für die Modellstandorte in Deutschland, die Eltern und ihre Kinder auf dem Weg zu Selbstwirksamkeit begleiten: 

- Sicherheit, Gesundheit, Fortschritt und Freude im Leben;
- die Befähigung zu positiven Beziehungen;
- die Befähigung, einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten;
- die Befähigung, ein befriedigendes Auskommen zu erreichen;
- stetige optimale Lernprozesse und Entwicklung.

Diese Ziele sollen überall dort gelten, wo mit Familien gearbeitet wird. Eine wichtige Voraussetzung hierfür besteht darin, dass Einrichtungen und Dienste im Bildungs- und Sozialbereich eng vernetzt sind und dass Eltern und ihre Kinder auf ihrem Bildungsweg  von einem Modulsystem an bedarfsgerechten privaten, staatlichen, materiellen oder ideellen Hilfen flankierend unterstützt werden; die Aktivitäten orientieren sich an der Maxime 'so viel Selbstwirksamkeit wie möglich, so viel Begleitung wie nötig'.

Auswahl der Modellstandorte

Getreu dem Grundprinzip der Karl Kübel Stiftung, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten, sucht sie nach Institutionen und Einrichtungen, die sich bereits auf den Weg zu einer dialogischen Pädagogik gemacht haben und die Kinder und Familien in ihrem jeweiligen Sozialraum aktivierend begleiten.
Zentrale Auswahlkriterien sind bereits vorhandene Netzwerke und eine hohe Bereitschaft, die Bedarfe der Familien vor Ort zu verstehen und im Sinne von ‚Empowerment' zu beantworten. Dazu gehört die Kompetenzpartnerschaft mit Eltern, Fachkräften aus benachbarten und anderen Disziplinen, politischen und wirtschaftlichen Gremien sowie die Bereitschaft, auch ungewöhnliche Wege zu beschreiten, wenn es denn für die Kinder und Familien gut ist.

Seit der Aufnahme ihrer Early Excellence-Aktivitäten im Jahr 2008 hat die Stiftung bisher vier Modellstandorte definiert und dort mehrjährige Kooperationsprojekte gestartet:

- Kinder- und Familienzentrum (Kifaz) in Frankfurt-Fechenheim (Hessen)
- Mehrgenerationenhaus und Kindertagesstätte Mahlastraße in Frankenthal (Rheinland-Pfalz)
- Kindertageseinrichtung „Dobritzer Kinderland" in Dresden (Sachsen)
- Deutscher Kinderschutzbund Ortsverein Heiligenhafen
- Mit einem potenziellen Standort in Bundesland Brandenburg werden erste Gespräche geführt.

Die Karl Kübel Stiftung unterstützt die Modellstandorte mit einem Programm, das auf den jeweiligen  Bedarf vor Ort abgestimmt ist. Die Stiftung engagiert sich beispielsweise durch

- Organisatorische und konzeptionelle Beratung
- Fortbildungsmaßnahmen
- Hilfe bei der Akquise von Drittmitteln, Materialkostenzuschuss
- Gewinnung von Netzwerkpartnern
- Förderung günstiger Rahmenbedingungen durch Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit an den Standorten
- Evaluierung und laufende Erfolgskontrolle


Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie

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